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Kommentar: Ein Strom-Ruck geht durchs Land. Kurzschlussgefahr!Möglicherweise wirkt bis heute nach, was Roman Herzog als Bundespräsident in seiner Rede vom 26. April 1997 uns Deutschen mit auf den Weg gab: Ein Ruck müsse durch Deutschland gehen, um den Teufelskreis aus Resignation, Reformblockade und Verlust an wirtschaftlicher Dynamik zu durchbrechen, mahnte der damalige erste Mann im Staate an. Es scheint, als hielten heute Regierende für einen solchen Ruck, wenn sie ohne lange Debatte Grundsatzentscheidungen von historischer Tragweite fällen. Etwa den weltweiten Alleingang beim schnellen Ausstieg aus der Atomenergie beschließen oder die Orientierung ausgeben, Deutschland müsse zum Leitmarkt für Elektromobilität werden. Unter Nutzung von Strom aus Windkraft- und Solaranlagen.

Mit visionären Leitsprüchen von revolutionärer Kühnheit ist es nicht getan. Befürchtet werden muss, dass Strom sogar gelegentlich knapp werden könnte in Deutschland. Wind und Sonne sind bekanntlich höchst unzuverlässige Wegbegleiter. Trotz drohender Kurzschlussgefahr soll der Ausbau der Elektromobilität vorangetrieben werden, um die in Aussicht gestellte Leuchtturmfunktion Deutschlands zu erfüllen: 2020 soll sich eine Million „Elektroautos“ auf unseren Straßen tummeln.


Wieder einmal scheint ein Wunsch Vater des Gedankens zu sein. Zeigt sich doch, dass der Strom-Ruck, der durchs Land gehen soll, allerhand Engstellen passieren muss. Autokäufer geben Gefährten mit alleinigem Elektroantrieb einen Korb, solange deren hoher Preis, kleine Reichweite und die fehlende Infrastruktur vom Kauf abschrecken. Dass batteriegetriebene Elektroautos in absehbarer Zeit nicht aus ihrer Außenseiterrolle herauskommen, davon kann man ausgehen. Pkws mit Hybridantrieb finden zwar zunehmend Käufer, aber die elektrisch unterstützten Fahrzeuge bewegen sich hauptsächlich per Verbrennungsmotor fort. Dabei wird es noch lange Zeit bleiben. Der große E-Durchbruch ist das nicht.

Natürlich lässt sich in vielen Fällen der tägliche Weg zur Arbeitsstelle in urbanen Großräumen mit einem „Batterieauto“ bewältigen, selbst wenn dessen Reichweite nur 120 oder 150 Kilometer beträgt; unter günstigen Einsatzbedingungen, ist hinzuzufügen. Ein ausreichender Aktionsradius macht allein aber noch nicht glücklich. Wer – angenommen – als Bewohner eines Miethauses sein E-Gefährt abends nur auf der Straße abstellen kann, findet in der täglich wechselnden Parklücke keine Steckdose. Ärgerlich zudem, dass selbst Parklücken noch rarer würden, gesellte sich zu manchem Familienfuhrpark noch ein Gefährt mit reinem Elektroantrieb.

Mit dem politisch schwergewichtigen Beschluss, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen, ist es nicht getan. Soll die Elektromobilität weiter Fahrt aufnehmen, muss eine zweckdienliche Infrastruktur mitwachsen. Derzeit haben von Stromversorgern installierte Ladestationen für Elektroautos in städtischen Bereichen kaum mehr als eine symbolische Funktion. Und von vornherein sind ohne zielgerichtete Verkaufsförderung der teuren Elektroautos keine Zulassungswunder zu erwarten.

Letztlich kann Deutschland dem erhobenen Anspruch eines Leitmarktes für Elektromobilität erst dann gerecht werden, wenn er sich auch in unserem Straßenverkehr deutlich abbildet. Bis dorthin scheint es noch ein sehr weiter Weg zu sein. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland lediglich 2.154 batteriebetriebene Pkws neu zugelassen. Das waren zwar viermal mehr als ein Jahr zuvor, aber viel zu wenig, um davon etwa einen deutlichen Aufwärtstrend ableiten zu können. Angesichts der zu vermutenden Zulassung von jährlich mehr als drei Millionen neuer Pkws in Deutschland nähmen sich selbst hunderttausend Hybridautos bescheiden aus, wenn sie denn in solcher Größenordnung jährlich einen Käufer fänden.

2020, in gut acht Jahren, soll auf Deutschlands Straßen aus heutigen Außenseitern mit E- und Hybridantrieb ein Millionenheer geworden sein. Damit sich ganze Schwärme „elektrisierter“ Autos in Bewegung setzen, werden wohl noch ein paar zielgerichtete Stromstöße vonnöten sein. Ohne umfassende, intensive Förderung der Elektromobilität wird Deutschland das von der Politik lauthals verkündete Ziel, Leitmarkt dieser neuen Mobilität zu werden, kaum erreichen. (Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel)(Foto: BMW/Auto-Reporter.NET)

 


 

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