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Die Geschichte der Mobilität und der Drang nach immer schneller, höher und weiter!

Beweglich zu sein und von einem Ort zum anderen zu reisen gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschheit. In grauer Vorzeit waren unsere Vorfahren nur auf ihre Körperkraft angewiesen, um örtliche Veränderungen herbeizuführen. Sie mussten laufen, um andere Orte oder Lebensräume zu erreichen. Pferde in ihrer Urform sind älter als die Menschheit. Während die Pferde ursprünglich als Jagdtiere galten, begannen die Menschen irgendwann damit, sie zu domestizieren und als Last- und Reittiere zu verwenden. Nach der Erfindung des Rades, nach der Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren, wurden erste Transportkarren gebaut. Richtige Wagen sind nachweisbar aus einem Zeitraum, der etwa drei- bis viertausend Jahre vor Christus liegt. Hier sind die Ursprünge der Mobilität zu suchen.

 

Tiere zum Ziehen von Lasten und Wagen zu verwenden, hatte eine sehr lange Zeit Bestand. Mit der technischen Weiterentwicklung entstanden mit der Zeit Kutschen, die als offizielle Reisefahrzeuge dienten. Sogar einen Linienverkehr mit den Postkutschen richtete man ein.  Die Reisen mit einer Postkutsche waren unbequem und dauerten extrem lange. Weil die Pferde häufig gewechselt werden mussten, fanden viele Aufenthalte in den einzelnen Postkutschenstationen statt. Die Übernachtungsmöglichkeiten waren nicht komfortabel und so war das Reisen über lange Strecken im Mittelalter eine echte Strapaze. Postkutsche
Gotthardpostkutsche, zehn Plätzen, 1849 bis 1881

Seereisen wurden mit Segelschiffen und Ruderbooten durchgeführt. Man war abhängig vom Wind und von der Muskelkraft der Menschen. Oft wurden Ziele nicht erreicht, weil die Naturgewalten oder die mangelhafte Kenntnis der teilweise noch unentdeckten Geografie es nicht zuließen. So kann man auch die Entdeckung Amerikas durch Christopher Kolumbus einem Zufall zuschreiben. Aber auch im Bereich der Meeresüberquerungen sollte sich im Laufe der Zeit noch vieles ändern.

Interessant wurde die Geschichte der Mobilität mit der Entdeckung der Technik etwa ab Beginn des 18. Jahrhunderts. Experimente, sich Energien nutzbar zu machen und Maschinen zu bauen, die auch der Fortbewegung dienen konnten, brachten die aberwitzigsten Erscheinungen zutage. Aber viele dieser Experimente waren absolut notwendig, um den Grundstein für die motorisierte Mobilität zu legen. Autos, Eisenbahnen, Schiffe und Flugzeuge würden heute nicht existieren, wenn es die Erfinder von damals nicht gegeben hätte. Sie sind belächelt worden, man nahm vieles nicht Ernst, was sie sagten oder taten und doch sind sie die Pioniere der Mobilität von heute.

 

Die Geschichte der Dampfmaschine und ihre Auswirkung auf die Mobilität

Erste Experimente zum Bau funktionierender Dampfmaschinen sind aus dem 16. Jahrhundert bekannt. Überlieferungen zufolge soll es aber bereits in der Frühgeschichte im alten Ägypten Dampfturbinen gegeben haben, die Öffnungsmechanismen betrieben.

Zur Entwicklung von dampfbetriebenen Motoren, die unter anderem zur Verbesserung der Mobilität beitragen sollten, leistete aber auf jeden Fall die von Thomas Savery und Thomas Newcomen in England entwickelte Dampfmaschine einen großen Beitrag. James Watts hat sie modifiziert und trug mit zur technischen Revolution in Europa bei. Er verbesserte den Wirkungsgrad und gilt als Erfinder der Dampfexpansion. Auf Watts ist auch die Einführung der Messeinheit in Pferdestärken zurückzuführen. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts wurden dampfbetriebene Ackerfahrzeuge hergestellt. James Watts verkaufte aber seine Dampfmaschinen nicht. Er stellte sie seinen Kunden kostenlos zur Verfügung, ließ sich aber dafür mit 50 Prozent an den eingesparten Energiekosten entlohnen. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Dampfmaschinen wirtschaftlich interessant.

Der Brite Oliver Evans konstruierte im Jahr 1784 die erste Hochdruckdampfmaschine. Da er sie aber nicht sofort baute, war es Richard Trevithick, der im Jahr 1801 die erste Hochdruckdampfmaschine in ein Kraftfahrzeug einbaute. Damit begann der unaufhaltsame Aufstieg des Automobils. In der Folgezeit wurde die Dampfmaschine jedoch mehr und mehr von den leistungsstärkeren Verbrennungsmotoren verdrängt. Interessant ist jedoch, dass Ende des 20. Jahrhunderts in Deutschland der Automobilhersteller VW wieder mit dampfbetriebenen Antrieben zu experimentieren begann. Dampfmaschine
Richard Trevithick - London Steam Carriage

Im Hinblick auf den Umweltschutz ist dieser emissionsarme Antrieb sicher interessant. Es bleibt abzuwarten, wie weit die Entwicklung unter Berücksichtigung der modernen Produktionsmöglichkeiten hier noch gehen wird.

Auf die Mobilität im Allgemeinen hatte die Erfindung der Dampfmaschine einen extrem hohen Einfluss. Sie gilt als Vorreiter zur Erfindung von motorgetriebenen Automobilen, die auch größere Entfernungen überbrückbarer machten.  Einen ganz wesentlichen Anteil hat die Dampfmaschine jedoch an der Geschichte des Eisenbahn- und Schiffsverkehrs.


 

Der motorisierte Schiffsverkehr

Erste einfache Wasserfahrzeuge aus Holz wurden bereits in der Altsteinzeit gebaut. Im Laufe der Jahrtausende entwickelte sich die Geschichte der Seefahrt und machte aus den Wasserstraßen und Ozeanen der Welt beliebte und wichtige Handelsrouten. Solange der Schiffsverkehr der Macht der Elemente ausgeliefert war, galten feste Routen und Fahrpläne als schwer durchsetzbar. Erst mit der Einführung des motorisierten Schiffsverkehrs konnte hier eine gewisse Regelmäßigkeit erreicht werden.

Mit der Erfindung der Dampfmaschine begann auch die Revolution in der Schifffahrt. Im Jahr 1783 baute der Franzose Claude de Jouffroy d’Abbans das erste funktionierende Dampfschiff der Welt. Er versäumte es jedoch, diese bahnbrechende Erfindung patentieren zu lassen. Somit gehört das erste weltweit vergebene Patent auf ein Dampfschiff den Engländern Isaac Briggs und William Longstreet. Es wurde im Jahr 1788 erteilt. Zahlreiche Schiffsbauer beschäftigen sich nun mit der weiteren Modifizierung der Dampfschiffe. Im Jahr 1809 wurde in Amerika der erste Raddampfer, der mit einer Dampfmaschine versehen war, in Betrieb genommen. Bis dahin hatte niemand daran geglaubt, dass Dampfschiffe eine Zukunft haben könnten. Die Clermont von Robert Fulton
Das "North River Steam Boat" später nur noch "Clermont" genannt, war ein Raddampfer der 1807  von Robert Fulton gebaut wurde.

Eine ganz wichtige Bedeutung für die Mobilität der Dampfschiffe hatte die Schiffsschraube, auch Propeller genannt. Wenngleich er auch an der Erfindung der Schiffsschraube nicht beteiligt war, hat doch der böhmische Forstbeamte Josef Ludwig Franz Ressel durch verschiedene Modifizierungen dazu beigetragen, dass diese Antriebsform mit dazu beitrug, Dampfschiffe wirtschaftlich erfolgreich als Personen- und Gütertransportmittel einzusetzen. Die ersten Dampfschiffe, die in Deutschland gebaut wurden, liefen 1816 vom Stapel. Bis der technische Übergang vom Segel- zum Dampfschiff vollzogen war, dauerte es aber noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Passagierschiffe wurden lange Zeit ausschließlich im Linienverkehr eingesetzt. Die Atlantiküberquerung mit einem Luxusliner galt lange Zeit als bevorzugte Reiseart und wurde erst mit Entstehen des Linienflugverkehrs bedeutungslos. Heute dienen die großen Passagierschiffe als Kreuzfahrtschiffe der reinen touristischen Verwertung. Sie sind meist besser ausgestattet als Luxushotels an Land und bieten den Passagieren vielfältige Freizeitangebote. Die Kronprinz Wilhelm am Leuchtturm Roter Sand
Dampfschiff Kronprinz Wilhelm (1901)

Der Güterverkehr auf See wurde entscheidend mitbeeinflusst durch den Bau künstlicher Wasserstraßen. Der Suezkanal, der Panamakanal und auch der Nord-Ostsee-Kanal verkürzten die Fahrtzeiten der Linienschiffe extrem. Bereits Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden Containerschiffe und Supertanker gebaut. Während dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung des Antriebs von Dampfturbinen auf Dieselmotoren. Auch elektrische und atomare Antriebsmöglichkeiten von Schiffen wurden entwickelt. Die bekannteste Variante sind hier sicher die mit einem Kernreaktor ausgestatteten U-Boote der amerikanischen und russischen Marine.

Im Binnenverkehr auf den Kanälen und Flüssen sind bei den Frachtschiffen jedoch meistens Dieselmotoren im Einsatz. Schiffsdiesel ist ein preiswerter Kraftstoff und Wirtschaftlichkeit ist bei Transportunternehmen sehr wichtig. Elektromotoren haben sich durchgesetzt bei der Passagierschifffahrt zum Beispiel auf Talsperren, die auch für die Trinkwasserversorgung zuständig sind. Hier darf keinerlei Verunreinigung durch Kraftstoffe in das Wasser gelangen.

 

Die Eisenbahnen, Dampflok, Diesel und Elektroantrieb

Die Entstehung der Eisenbahn wäre durch verschiedene, frühzeitliche Erfindungen nicht möglich gewesen. Die Erfindung des Rades und die Möglichkeiten, der Metallbearbeitung waren zwingende Voraussetzungen dafür, dass Schienennetze gebaut und Beförderungswagen konstruiert werden konnten. Als Vorbild für Schienennetze galten die Spurrillen in den antiken Straßen. Sie waren bereits künstlich angelegt, um Fahrzeugen eine sichere Fahrspur zu bieten.

England war eines der führenden Länder in der Stahl- und Eisenherstellung. Der dadurch stark erhöhte Transportbedarf führte zwangsläufig zur Anlage von Schienennetzen in den zahlreichen Erz- und Kohlegruben. Mit der Erfindung der Dampfmaschine, die ebenfalls aus England stammt, begann der Weg in eine neue Zeit. Die Mobilität auf der Schiene war geboren.

Der Name Eisenbahn bezog sich zunächst nur auf das Schienennetz, das aus Eisen bestand. Die Wagen und selbst erste Lokomotiven waren aus Holz oder Kupfer hergestellt und wurden durch Pferde auf den Schienen gezogen. Diese Pferdebahnen waren überwiegend zum Gütertransport gedacht und wurden bereits ab dem Jahr 1792 regelmäßig eingesetzt. Mit der Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert setzte eine Wandlung ein. Stationäre Dampfmaschinen, die Seilzüge bewegten, wurden als Motor für Grubenbahnen eingesetzt. Dampflokomotive 52 7409 - Kriegslokomotive
Dampflokomotive 52 7409 Baureihe 52 Kriegsdampflokomotive Baujahr etwa 1942

Aber schon im Jahr 1804 baute der Engländer Richard Trevithick die erste Dampflokomotive, die als Zuglokomotive für Grubenbahnen zum Einsatz kam. Problematisch waren nur die Schienen, die bis dahin aus Gusseisen hergestellt wurden und häufig brachen. Es brauchte die Erfindung von geschmiedeten beziehungsweise gewalzten Schienen, um die Eisenbahn auch in größerem Umfang nutzbar zu machen.Am 27. September 1825 nahm in England die erste mit einer Dampflok betriebene Railway ihren Betrieb auf. Die „Stockton und Darlington Railway“ galt mit ihrer neun Meilen betragenden Strecke damit als erste Eisenbahn, die Personen mithilfe einer dampfbetriebenen Lokomotive beförderte. Die nächste öffentliche Eisenbahnstrecke in England gab es zwischen Manchester und Liverpool. Hier nahmen die Züge mit Dampflokomotiven 1930 ihren Dienst auf.

Die erste dampfbetriebene Eisenbahn in Deutschland fuhr am 7. Dezember 1835 auf der Strecke zwischen Nürnberg und Fürth. Da aber das Heranschaffen der notwendigen Kohle zum Aufheizen des Dampfkessels sehr kostspielig war, griff man auch hier zum größten Teil noch auf Pferde als Zugmittel zurück. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es bereits einige Eisenbahnstrecken in Deutschland, von denen aber nur 25 Prozent mit Dampflokomotiven befahren wurden. 75 Prozent fuhren weiter als Pferdebahnen. Trotzdem begann bereits in dieser Zeit der Ausbau zum heutigen Streckennetz der deutschen Eisenbahnen.

Führend im Ausbau eines flächendeckenden Schienennetzes waren die USA. Zwar stammten die ersten Dampflokomotiven noch aus England, aber schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts baute man in den USA eigene Loks. Am 10. Mai 1869 wurde die erste transkontinentale Bahnverbindung zwischen der Ost- und Westküste der USA in Betrieb genommen.

Diesellok, Güterlok
Diesel -Güter Lok

Mit insgesamt 5.319 km Schienen zwischen New York und San Francisco galt diese Strecke als die längste der Welt. Die heute noch in fast allen Bahnsystemen weltweit gebräuchliche Druckluftbremse wurde im Jahr 1869 ebenfalls in den USA erfunden.

Bereits im frühen 19. Jahrhundert gab es erste Versuche, Eisenbahnen elektrisch anzutreiben. Zunächst gestaltete sich dies schwierig, weil eine flächendeckende Stromversorgung noch nicht gegeben war. Die Verwendung von Batterien war unbequem, da diese ein hohes Volumen hatten und der Eisenbahnverkehr so nicht wirtschaftlich war. Aber schon 1879 wurde von Werner von Siemens die erste elektrisch betriebene Bahnstrecke in Berlin gebaut. Sie wurde durch einen im Schienennetz fest eingebauten Dynamo angetrieben. Weitere Versuche und die größere Flächendeckung bei der Stromversorgung führten zum Oberleitungssystem, das auch heute noch weitgehend für die Stromversorgung in den modernen Eisenbahnen sorgt. Für Bahnstrecken, auf denen keine Stromversorgung sichergestellt

werden konnte, wurden ersatzweise Lokomotiven mit Dieselmotoren gebaut. Tatsache ist, dass mit der Inbetriebnahme des weltweiten Eisenbahnnetzes ab Beginn des 19. Jahrhunderts die Mobilität der Menschen deutlich erweitert wurde. Waren es im Jahr 1830 weltweit nur 330 km Schienennetz, konnten zum Jahrtausendwechsel bereit über 1 Million Kilometer Eisenbahnschienen weltweit verzeichnet werden. Dabei sind die Kapazitäten in vielen Ländern der Erde bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Elektrisch angetriebene Lok
Elektrisch angetriebene Lok

 


 

Das Auto als Fortbewegungsmittel – gestern und heute

Der Begriff Automobil bezeichnet ein Kraftfahrzeug, das mit Motorkraft angetrieben wird und Personen oder Güter transportieren kann. Abgeleitet wurde das Wort von dem französischen Begriff „voiture automobile“ für ein sich selbst bewegendes Fahrzeug. Pate stand natürlich auch der griechische Begriff „auto“ für selbst und das lateinische Wort „mobilis“ für beweglich. Heute wird mit der Bezeichnung Automobil nur noch ein Personenkraftwagen bezeichnet, wenngleich auch Lastkraftwagen, Zweiräder und Eisenbahnen und Busse dieser Begriffsbestimmung entsprechen.

Wagen, die von Menschen oder Tieren gezogen wurden, kennt man schon aus dem Altertum. Als Leonardo da Vinci im Jahr 1490 ein Fahrzeug skizzierte, das sich von allein bewegte, wurde er belächelt. Aber hier lagen bereits die Ursprünge für die Entwicklung des Autos. Das Schema eines Kolbenmotors, wie er noch heute in den üblichen Verbrennungsmotoren eingesetzt wird, geht auf eine Erfindung des holländischen Physikers Christiaan Huygens aus dem Jahr 1674 zurück. Lange, bevor kraftstoffbetriebene Verbrennungsmotoren für Automobile gebaut wurden, gab es jedoch schon Fahrzeuge, die mit Dampfmaschinen angetrieben wurden. Ende des 18. Jahrhunderts wurden dampfangetriebene Dreiräder bereits in der französischen Armee verwendet. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verkehrten in England Dampfomnibusse bereits im Linienverkehr zwischen London und Bath. Auch die Geschichte des Elektroautos ist älter als man denkt. Das erste elektrisch angetriebene Kraftfahrzeug wurde 1839 in Aberdeen gebaut. Karl Benz
Carl Benz (1844 - 1929) (copyright by Mercedes-Benz)
 Der erste Viertaktmotor, der von Nikolaus August Otto in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konstruiert wurde, war gasbetrieben. Das Patent auf diesen Motor verlor Otto aber wieder. Er gründete trotzdem im Jahr 1864 die Gasmotorenfabrik Deutz AG und arbeitete weiter an der Vervollkommnung seines Gasmotors. 
Zeitgleich experimentierten die Fahrzeugbauer Carl Benz, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach mit Verbrennungsmotoren, die mit Benzin angetrieben wurden. Die ersten Fahrzeuge fuhren mit Leichtbenzin, das auch durch ein Reinigungsmittel mit Namen Ligroin ersetzt werden konnte. Die erste Überlandfahrt mit einem benzinangetriebenen Motorfahrzeug unternahm Bertha Benz im August 1888. Damit war der Grundstein für die Mobilität der breiten Bevölkerung gelegt. Heute ist die Strecke zwischen Mannheim und Pforzheim Bestandteil der deutschen Ferienstraße und der Route der Industriekultur und trägt den Namen „Bertha Benz Memorial Route“. Gottlieb Daimler und Wilhelm MaybachLinkes Bild: Gottlieb Daimler  (1834 bis 1900);
Rechtes Bild: Wilhelm Maybach (1846 bis 1929)
(copyright by Mercedes-Benz)
Unabhängig voneinander gründeten Benz und Daimler ihre eigenen Fahrzeugwerke. Gottlieb Daimler versicherte sich der Mitarbeit des Motorenkonstrukteurs Wilhelm Maybach und baute, genau wie Benz, Ende des 19. Jahrhunderts einige unterschiedliche Automodelle, überwiegend Dreiräder oder Fahrzeuge, die an Pferdedroschken erinnerten. Unabhängig von den deutschen Konstrukteuren machte in Wien der ursprünglich aus Mecklenburg stammende Siegfried Marcus von sich reden.
In den Jahren 1888 und 1889 baute er einen vierrädrigen Wagen, der mit einem Benzin-Verbrennungsmotor ausgestattet war und als erstes selbst angetriebenes Fahrzeug auch die Form eines Automobils hatte. Ende des 19. Jahrhunderts kristallisierte sich auch heraus, dass sich der Hubkolbenmotor als Antriebsart für Automobile gegenüber allen anderen Motorenarten durchsetzen würde. In vielen Industrieländern wurden Autofabriken gegründet. Der technische Fortschritt im Motorenbau führte dazu, dass sich etwa um 1920 benzinangetriebene Kraftfahrzeuge flächendeckend durchsetzten. Das lag nicht zuletzt daran, dass Treibstoff aus Erdöl zu den günstigsten Kraftstoffen schlechthin gehörte. Benz Patent Motorwagen
1885 Patent Motorwagen von Carl Benz
 
Bereits 1913 wurde bei Ford die Fließbandarbeit eingeführt. Ein Jahr später entstand das hydraulische Bremssystem und bereits Anfang der 20er Jahre wurden Dieselmotoren für Lastkraftwagen gebaut. Die Automobilhersteller Benz und Daimler fusionierten im Jahr 1926, die Daimler Benz AG war geboren. Das erste serienmäßige Automobil mit Frontantrieb kam 1931 auf den Markt. Es war der DKW F1. Den Rotationskolbenmotor gibt es seit 1933 und bereits sieben Jahre später, also 1940, wurde das erste Automatikgetriebe gebaut. Das zeigt, dass auch die Kriegswirren den Automobilbau nicht beeinträchtigen konnten. Weitere technische Neuheiten folgten in den nächsten Jahren wie etwa die Benzineinspritzpumpe, die Radialreifen oder die Servolenkung, die Chrysler als erster Hersteller seit 1951 anbot.
Die Entwicklung des Wankelmotors, das Einführen der Sicherheitsgurte und der Einzug der Elektronik in den Automobilbau bestimmten den Ausgang des 20. Jahrhunderts. Allradfahrzeuge entstanden und seit den 80er Jahren gab es Airbags zur Verbesserung der Sicherheit im Innenraum. Während der großen Ölkrisen war Benzin knapp. Nicht zuletzt das führte zu einer Wiederbelebung der Forschung und Entwicklung von Fahrzeugen, die alternative Energien nutzen konnten. Erdgas und Elektromotoren rückten mehr und mehr in den Fokus des Interesses auch bei den großen Automobilkonzernen. Durch sparsame Motoren wurde die Reichweite der Fahrzeuge immer weiter vergrößert und statistisch gesehen kam bereits Ende des 20. Jahrhunderts auf jeden deutschen Haushalt mehr als ein Kraftfahrzeug. Motorkutsche
1886 Motorkutsche von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach (copyright by Mercedes-Benz)

Was aber bedeutete die Erfindung und serienmäßige Produktion von Automobilen für die Mobilität der Menschen?

Zu Zeiten des Wirtschaftswunders in Deutschland waren viele Menschen in der Lage, Geld für sogenannte Luxusgüter auszugeben. Dazu gehörte unter anderem auch das Automobil. Mit dem Volkswagen, dem VW Käfer, stand ein Auto zur Verfügung, das sich jedermann leisten konnte. Lange Zeit galt der Käfer als das meistgefahrene Auto und auch heute noch hat er Liebhaber in aller Welt. Während man bisher darauf angewiesen war, für Urlaubsreisen in fernere Regionen den Reisebus oder die Eisenbahn zu nehmen, konnten solche Reisen nun bequem im eigenen Automobil zurückgelegt werden. Bereits Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts entstand eine wahre Reisewelle, die besonders die Mittelmeerküsten in Italien und Jugoslawien einschloss. Auch die Alpenregionen waren beliebte Reiseziele. Die Tatsache, dass der Kraftstoff preiswert war und man mit dem eigenen Auto auch am Urlaubsort mobil war, führte zu einem sehr starken Anstieg des Automobiltourismus.

Auch heute noch fahren viele Menschen lieber mit dem eigenen Auto in Urlaub. Wo sich das aufgrund der Entfernung nicht arrangieren lässt, gehören Mietwagen für die meisten jedoch zum Urlaubskomfort hinzu. Das unterstreicht, wie wichtig Autos für die Mobilität und die Unabhängigkeit der Menschen inzwischen geworden sind.

 

Die Geschichte der Reisebusse

Das Wort Omnibus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „für alle“. Ursprünglich wurden damit Pferdekutschen bezeichnet, die eine größere Anzahl von Personen befördern konnten. Mit Erfindung des dampfbetriebenen Motors ging die Bezeichnung Omnibus auf die motorgetriebenen Busse über. In ihrer Form ähnelten sie zunächst jedoch noch sehr stark einer Pferdekutsche. Zeitgleich entstand auch die Bezeichnung Autobus, um die neuen Gefährte von den bisherigen Pferdekutschen zu unterschieden. Der erste Dampfomnibus wurde in Großbritannien im Jahr 1827 eingesetzt. Dampfbetriebener Omnibus
Dampfbetriebener Omnibus von DeDion Bouton (etwa 1900)
 

Die Premiere der motorgetriebenen Omnibusse im Linienverkehr gab es jedoch in Deutschland. Am 18. März 1895 nahm die Netphener Omnibusgesellschaft den ersten, mit Kraftstoff betriebenen Omnibus im Linienverkehr in Betrieb. Für die Strecke von Netphen nach Siegen benötigte dieser Bus damals eine Stunde und zwanzig Minuten. Gebaut worden war der Bus in Handarbeit im Automobilbetrieb Carl Benz. Er erhielt den Namen „Landauer“, weil er von seiner Karosserie her an die gleichnamige Pferdekutsche erinnerte. Der 5 PS starke Motor erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern. Obwohl diese Buslinie bereits nach einem Jahr wegen der geringen Belastbarkeit der Fahrzeuge wieder eingestellt werden musste, war sie doch die Geburtsstunde des Buslinienverkehrs, der weltweit in den Folgejahren stark ausgebaut wurde.

Die ersten wirklichen Reisebusse entstanden in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Der Karosseriebauer Ludewig konstruierte den ersten Anderthalbdecker, nachdem Anhänger für Omnibusse verboten worden waren. Diese Busform bot genügend Platz für Reisende und ihr Gepäck. Eine Besonderheit von Omnibussen führte die Deutsche Bundesbahn in den 60er Jahren ein. Der Straßen-Schienen-Bus war eine Konstruktion, die sowohl auf der Straße als auch auf dem Schienennetz der Bahn fahren konnte.

Ab Mitte der 60er Jahre waren in der Bundesrepublik Linienbusse aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Das Wirtschaftswunder und die verbesserten Einkommensverhältnisse der Menschen in Deutschland führten zu einer stark ansteigenden Reiselust. Reisebusse, die im internationalen Reiseverkehr eingesetzt wurden, verfügten immer über ein WC und in der Regel auch über eine Bordküche. Die Reiseveranstalter ließen die Fahrten von Hostessen begleiten, die den Reisegästen warme und kalte Getränke und kleine Snacks servierten. Führender Hersteller für komfortable und teilweise luxuriöse Reisebusse in Deutschland war die Firma Neoplan. Reisebus
Reisebus

Das bekannteste Modell ist wohl der Jumboliner, einer der wenigen doppelstöckigen Gelenkbusse im Reiseverkehr. Er bot 98 Reisenden eine sehr bequeme Bestuhlung mit Liegesitzen und die Ausstattung mit WC, Barbereich und Bordküche an.

Neben den Reisebussen als Transportmittel in die unterschiedlichsten Urlaubsregionen entwickelte sich auch das Tages- und Clubfahrtengeschäft im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts enorm. Kleinbusse und einfache Reisebusse ohne besondere Ausstattungsmerkmale wurden ebenfalls in größerer Stückzahl gebaut.

 


Der Traum vom Fliegen

Den Grundstein für die motorisierte Luftfahrt legten die Gebrüder Wright, als sie im Jahr 1903 den ersten motorgesteuerten Flug absolvierten. Bereits ein Jahr später präsentierte Orville Wright, dass er mit seinem Flugzeug einen Vollkreis fliegen konnte. Damit waren die Anfänge der Steuerungstechnik für motorgetriebene Flugzeuge gemacht.

Als erster ernst zu nehmender Motorflieger der Welt gilt der Brasilianer Alberto Santos-Dumont. Sein Starrflügel-Flugzeug mit der Bezeichnung 14-bis absolvierte den ersten Motorflug ohne Katapultstart und Gegenwind, der weiter als 100 Meter reichte, bereits im Jahr 1906.

Bereits 1909 hatte er das erste Leichtbau-Sportflugzeug der Welt gebaut. Er gab ihm den Namen „Demoiselle“ und flog damit eine Strecke von 18 km. Die meisten frühen Motorflugzeuge waren Doppeldecker.

Es gab auch Experimente mit Dreifachdeckern, die aber relativ erfolglos blieben.

Gebrüder Wright - Flieger Kitty Hawk
Gleitflug in Kitty Hawk, 10. Oktober 1902

Den ersten funktionsfähigen Hubschrauber konstruierten die Gebrüder Briguét in Zusammenarbeit mit Charles Richet Anfang des 20. Jahrhunderts.
Als erster kommerzieller Flugzeughersteller gilt der Franzose Louis Blériot. Er baute einen Eindecker, mit dem er im Jahr 1909 den Ärmelkanal in einer Höhe von 100 Metern überflog. Für die Strecke von Calais nach Dover benötigte er exakt 37 Minuten.

Einige Jahre später vollzog sich, was der deutsche Flugpionier Otto von Lilienthal bereits Ende des 19. Jahrhunderts vorhergesagt hatte: Flugzeuge ließen sich als Waffen verwenden. Im Ersten Weltkrieg wurden sie zunächst als Beobachtungsflugzeuge eingesetzt, aber schon bald begann man damit, Flugzeuge mit Waffen auszurüsten. Die Entwicklung des Luftkampfes begann. Bereits im Jahr 1912 waren die Fallschirme entwickelt worden und galten nun als Rettungsutensilien für jede Flugzeugbesatzung. Nach Ende des Ersten Weltkriegs war aufgrund des Versailler Vertrags der Motorflug in Deutschland stark eingeschränkt. Flugzeughersteller kämpften in dieser Zeit um das nackte Überleben. Die Hochzeit des Segelflugs begann.

Bereits im Jahr 1926 wurde mit der Luft Hansa die erste zivile Fluggesellschaft in Deutschland gegründet, die der Personenbeförderung dienen sollte. Junkers, Dornier und Handly Page waren die Hersteller der bekanntesten Passagierflugzeuge aus dieser Zeit. Die Beförderung von Luftpost und auch die Luftwerbung durch an Flugzeuge angehängte Werbebanner wurden zur Alltäglichkeit. Luftfahrgeschichte schrieb Charles Lindbergh, der mit seiner „Spirit of St. Louis“ im Mai 1927 den ersten non-stopp Alleinflug über den Atlantik unternahm. Damit wurde gleichzeitig auch die Ära der Langstreckenflüge eingeläutet. Während des Zweiten Weltkriegs war die zivile Luftfahrt fast vollkommen zum Erliegen gekommen. Flugzeughersteller bauten Jagdbomber und Beobachtungsflugzeuge. Flugzeugträger, die Katapultflugzeuge in den Himmel schossen und auch die Erfindung der ersten Flugmarschkörper sollten den Krieg mitentscheiden. In der Zeit bis 1945 ging die technische Entwicklung der Luftfahrt mit riesigen Schritten vorwärts. Die Erfindung der funkgesteuerten Navigationssysteme, der Autopiloten und auch der erste Überschallflug gehören in diese Zeit.

Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden für Verkehrsmaschinen als Antrieb Strahltriebwerke verwendet. Mitte der 50er Jahre stellte Boeing die 707 vor, ein Passagierflugzeug mit Strahltriebwerken, das eine bedeutend höhere Anzahl von Passagieren befördern konnte, als alle bisher bekannten Flugzeugmodelle. Anfang der 60er Jahre wurden die Strahltriebwerke durch Mantelstrahltriebwerke ersetzt, was der Maschine eine höhere Reichweite verlieh und sie wirtschaftlich noch interessanter machte. Das erste Großraumpassagierflugzeug baute Boeing mit der als Jumbo Jet bekannten 747 Anfang der 70er Jahre. Verkehrsflugzeug Airbus A380
Verkehrsflugzeug Airbus A380 (Copyright)
Die Bedeutung, die der Flugverkehr für die Mobilität der Menschen hat, ist unbeschreiblich. Sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich ist die Benutzung von Flugzeugen heute eine sehr alltägliche Angelegenheit. Die Welt ist kleiner geworden, seit man mit dem Flugzeug das andere Ende der Welt in wenigen Stunden erreichen kann. Fernreisen, die früher unerschwinglich teuer waren und sehr lange Urlaubszeiten voraussetzten, gehören in der Tourismusbranche zum ganz normalen Angebot. Städtereisen innerhalb Europas kann man mit dem Flugzeug einfach einmal übers Wochenende unternehmen und geschäftliche Meetings lassen sich mit einem Hin- und Rückflug am selben Tag sehr wirtschaftlich gestalten.

 

Die Auswirkungen der neuen Mobilität auf die Menschen im Allgemeinen

Generell ist Mobilität für nahezu alle Menschen eine Grundvoraussetzung für ein erfülltes und zufriedenes Leben. Das beginnt natürlich mit der eigenen Gesundheit, die es ermöglicht, sich frei zu bewegen. Aber um größere Entfernungen zu überwinden, bedarf es gewisser Hilfsmittel. Betrachtet man die steigende Anzahl an neu zugelassenen Pkws, wird deutlich, dass jeder Haushalt in Deutschland statistisch gesehen mehr als ein Auto hat. Damit ist sichergestellt, dass Entfernungen leicht überbrückt werden können. Ob man mit dem Auto zur Arbeit, zum Einkaufen oder in den Urlaub fährt, es erweitert den persönlichen Radius um ein Vielfaches.

Aber auch alle anderen Verkehrsmittel tragen zur Erweiterung und zur Sicherstellung der menschlichen Mobilität bei. Eisenbahnen, Flugzeuge und Schiffe dienen der Beförderung von Passagieren und Gütern. Mit der Mobilität gewinnen die Menschen auch eine sehr viel größere Flexibilität. Der Arbeitsplatz darf ruhig einige Kilometer entfernt sein und bei der Auswahl des Urlaubsziels gibt es, was die Entfernung anbetrifft, keine wirklichen Grenzen mehr.

Selbst Reisen in das Weltall sind inzwischen möglich, vorausgesetzt, man verfügt über das notwendige Kapital, um sich einen solchen Ausflug leisten zu können.

 

Die Entwicklung des Land- und Straßenbaus

Die Geschichte des Straßenbaus in Europa begann lange, bevor das erste Automobil gebaut wurde. Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden Techniken entwickelt, um Straßen zu befestigen und verkehrssicher zu machen. 1741 wurde in Paris die erste Schule für den Straßenbau gegründet.
Mit der Erfindung des Automobils wurden die Anforderungen an den Straßenbau stark verändert. Zwischen 1890 und 1910 entwickelte sich der Teerstraßenbau. Erfunden wurde er in Monaco und beim Internationalen Straßenbaukongress in Paris wurde der Teerstraßenbau im Jahr 1908 als „Straße der Zukunft“ gewürdigt.

In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wurden die ersten Straßenbaumaschinen eingesetzt. Dazu gehörten neben Mischmaschinen auch Straßenwalzen, die zunächst als Dampfwalzen, später aber auch mit Verbrennungsmotoren gebaut wurden. In die Zeit des Dritten Reiches fällt der Ausbau der Autobahnen in Deutschland. Allerdings haben alle Straßen während des Krieges stark gelitten und so war die Nachkriegszeit geprägt von Ausbesserungs- und Erneuerungsarbeiten. Die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts führten zu einem Umbruch im Straßenbau in Deutschland. Verbesserte Materialzusammensetzungen lieferten qualitativ bessere Straßenbeläge. Auch innerstädtisch wurden nun Asphaltstraßen anstelle der Kopfsteinpflasterstraßen gebaut. Der zunehmende Autoverkehr verlangte nach neuen Fernverbindungsstraßen, das Autobahnnetz und die Überlandstraßen wurden bevorzugt ausgebaut und durch neue Streckenführungen ergänzt. Stationäre Mischanlagen bereiteten das Material für die Straßenoberflächen vor. Deutsche Reichsautobahn, 1943
Deutsche Reichsautobahn, 1943 (copyright)
Spezielle Transportfahrzeuge brachten den flüssigen Asphalt direkt an die Straßenbaustellen. In den 50er und 60er Jahren war neben dem Bergbau und der Metallverarbeitung der Straßenbau einer der größten Arbeitgeber im Land.

Da Straßen zu einer Teilung von einheitlichen Landschaften führen, musste hinsichtlich der Artenvielfalt von Flora und Fauna entsprechend Vorsorge getroffen werden. Die Überlegungen, gleichzeitig mit dem Straßenbau auch den Landschaftsbau ins Auge zu fassen, gewannen gegen Ende des 20. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung. Bebauungspläne wurden auch darauf ausgerichtet, bestimmte Naturschutzgebiete zu erhalten oder neu einrichten zu können. Der Straßenbau wurde also auch unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet.


 

Schneller, höher, weiter – die Welt wird kleiner

Der Begriff Tourismus ist weltweit gebräuchlich und bezeichnet im Grunde alles, was mit Reisen zu tun hat. Durch die hoch entwickelten technischen Möglichkeiten der Personenbeförderung verlieren Entfernungen ihren Schrecken. Die Welt ist kleiner geworden. Hochgeschwindigkeitszüge, Flugzeuge, die mit Überschallgeschwindigkeit fliegen, all diese technischen Errungenschaften nehmen die Menschen heute schon fast als Selbstverständlichkeit wahr.

Die Tatsache, dass man innerhalb von wenigen Stunden an jeden beliebigen Ort der Welt reisen könnte, ist nichts Besonderes mehr. Betrachtet man den langen Entwicklungsweg, der hinter diesen Möglichkeiten liegt, wird aber klar, dass all diese Dinge ohne den Einfallsreichtum und den Pioniergeist der Erfinder der letzten Jahrhunderte niemals möglich gewesen wären. Komfortabel reisen zu können ist ein Geschenk, das die Menschen eben jenen Pionieren verdanken, die in ihrer Epoche oftmals ausgelacht worden sind. Visionen waren notwendig, um der modernen Zeit ihre Mobilität zur verleihen.

Es darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Mobilität Auswirkungen auf die Umwelt hat. Zunehmender Reiseverkehr führt zu einer höheren Luftverschmutzung. Die Emissions-Belastung ist selbst in kleineren Ferienorten bereits deutlich spürbar. Auch Gewässer und das Land sind zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Ölverschmutzungen durch Sportboote, Waldrodungen zur Anlage neuer Skigebiete, die Erhöhung von Energie- und Wasserverbrauch und der damit verbundene Schaden an natürlichen Ressourcen, dies und vieles mehr führt zu Belastungen der Umwelt, die die Menschen als Preis für die Mobilität zu bezahlen haben.

Schon zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts entstand auch aus diesen Gründen eine Art Gegenbewegung, die den sanften Tourismus propagiert. Hier sollen natürliche Lebensräume erhalten bleiben und durch Verbote zum Beispiel motorbetriebener Boote auf Gewässern oder durch das Einführen autofreier Zonen auch der Schadstoffausstoß gemindert werden.

 

Was wird die Zukunft bringen?

Jedem Menschen muss klar sein, dass irgendwann das Limit der Mobilität erreicht sein muss. Geschwindigkeiten lassen sich nicht willkürlich immer weiter erhöhen und Entfernungen bleiben dieselben, auch wenn sich die Reisezeiten erheblich verkürzen. Und bei aller Mobilität, sich rasch von einem Ort zum anderen bewegen zu können, bleiben kulturelle und klimatische Unterschiede natürlich bestehen.
Es liegt jedoch in der Natur des Menschen, sich niemals mit dem Erreichten zufriedenzugeben. Neue Ziele müssen her und auch die Mobilität muss sich auf irgendeine Weise noch erweitern lassen.

Schon zu Beginn der Raumfahrttechnik haben verwegene Abenteurer den Wunsch geäußert, mit einer Rakete ins All zu fliegen. Als die erste Raumfähre in Betrieb genommen wurde, schien dieser Wunsch in den Bereich des Möglichen zu rücken. Inzwischen haben sich diese Visionen tatsächlich verwirklicht. Zwar sind Reisen in den Weltraum nur denjenigen vorbehalten, die für eine solche Reise viele Millionen Dollar bezahlen können, aber letztendlich waren auch die ersten Eisenbahnfahrten gemessen am Einkommen der durchschnittlichen Bevölkerung reiner Luxus und sehr teuer. Inzwischen sind Überlegungen im Gang, bereits in allernächster Zukunft Raumflüge für Touristen zum Preis von 150.000 Euro anbieten zu können.
Es bleibt also abzuwarten, ob sich der Tourismus der Zukunft auch auf Ausflüge in außerirdische Regionen konzentrieren wird und die Mobilität der Massen auch auf diesen Bereich ausweiten kann. Das ist sicher im Augenblick noch Zukunftsmusik, aber die Vision ist bereits in die Tat umgesetzt worden.

Es bleibt abzuwarten, wie die Geschichte der Mobilität sich weiterentwickeln wird und welche technischen Errungenschaften die nächsten Jahrhunderte der Menschheit bringen werden.



Fazit:
Die Geschichte der Mobilität ist umfangreich und interessant. Visionäre wie zum Beispiel Leonardo da Vinci haben Dinge vorausgesagt, die in ihrer Zeit undenkbar waren. Aber gerade diese Visionen waren es, die mit dem Fortschreiten der technischen Entwicklung die Erfinder auf den Plan riefen. Sie orientierten sich an dem, was mit ihren Mitteln und ihrem Wissen möglich war. Sie nahmen Rückschläge in Kauf und versuchten, neue Wege zu gehen. Was am Ende dabei herauskam, waren Maschinen, die den Menschen viele Erleichterungen brachten.
Nicht nur die Arbeit wurde dadurch revolutioniert. Auch die Mobilität jedes Einzelnen wurde gesteigert. Ungeahnte Möglichkeiten taten sich auf, die zuerst nur wenige Mutige dazu brachten, sich damit auseinanderzusetzen. Aber letztendlich haben alle diese technischen Errungenschaften nur eines zum Ausdruck gebracht: Der Mensch ist in der Lage, sich ständig weiterzuentwickeln und sein geistiges Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

Mobil zu sein bedeutet nicht nur, mit angemessener Geschwindigkeit und ohne großen Aufwand von einem Ort zum anderen reisen zu können. Viel wichtiger als die tatsächliche Fortbewegung ist die geistige Mobilität. Ohne sie wären Erfindungen wie die Dampfmaschine, der Verbrennungsmotor, die Flugzeuge und Raumfahrzeuge überhaupt nicht möglich gewesen. Visionen sind also auch eine Art der Mobilität, die sich mit Geduld und Experimentierfreude in die Tat umsetzen lassen.

Wie viel Wert die Mobilität für jeden einzelnen Menschen hat und wie er seine Möglichkeiten nutzt, ist immer eine sehr subjektive Angelegenheit. Erst die Geschichte wird zeigen, welche Ergebnisse daraus hervorgehen. So, wie wir heute auf die Geschichte der Dampfmaschinen, Motoren, Schiffe, Eisenbahnen, Flugzeuge und Raketen zurückblicken, werden spätere Generationen vielleicht ganz andere technische Errungenschaften als Grundstein ihrer persönlichen Mobilität sehen. Die Zukunft der Mobilität ist also genauso spannend wie ihre Geschichte.


 

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