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Jedes in Deutschland zugelassene Fahrzeug benötigt ein gültiges Kfz-Kennzeichen. Das erste Nummernschild des Landes wurde 1896 im Großherzogtum Baden an einem Automobil befestigt; das heute gültige Kennzeichensystem wurde ein halbes Jahrhundert später im Jahr 1956 eingeführt. Seit dem hat sich nicht viel geändert: Ein Kennzeichen dient als Nachweis für die Zulassung eines Automobils. Es besteht im Regelfall aus zwei Elementen: dem Verwaltungsbezirk sowie einer Nummer.

Wer sich zum ersten Mal mit den Kennzeichen beschäftigt, wählt im Regelfall den simpelsten Weg: Das Auto wird angemeldet und das Kennzeichen bei einem Geschäft in der Nähe der Zulassungsstelle gekauft. Aber: Diese Geschäfte verlangen überzogene Preise. Wo es günstigere Kennzeichen gibt, erklären wir im Anschluss.

Informationen zum Kraftfahrzeugkennzeichen

Das Kfz-Kennzeichen, auch Kraftfahrzeugkennzeichen oder Nummernschild genannt, vergibt die Zulassungsbehörde jedem Fahrzeug. Es besteht aus einem Unterscheidungszeichen (ein bis drei Buchstaben) sowie einer Erkennungsnummer (ein bis zwei Buchstaben und maximal vier Ziffern). Eine Liste mit allen Kfz-Kennzeichen in Deutschland gibt es in diesem PDF des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Seit dem 1. Januar 2015 können Fahrzeughalter ihre Kennzeichen weiterführen, wenn sie innerhalb des Bundesgebietes umziehen. Die Kennzeichenmitnahme ist eine bürokratische und zeitsparende Erleichterung für alle Autofahrer. Wer aber ein Fahrzeug zum ersten Mal anmeldet, muss ein Kennzeichen kaufen. Das Problem: Neben Zulassungsstellen sind Kennzeichengeschäfte zu finden, die hohe Preise für die Nummernschilder verlangen.

Günstiger ist der Kauf im Internet: Autobesitzer können Kennzeichen bei billigkennzeichen.de bequem online bestellen. Der Vorteil: Kennzeichen sind im World Wide Web um ein Vielfaches günstiger als bei örtlichen Geschäften; zudem werden die Kennzeichen bequem per Post nach Hause versendet.

Wunschkennzeichnen: Die Qual der Wahl

Autofahrer sind wählerische Menschen: Sie verbringen viel Zeit mit der Recherche für das Fahrzeug und machen sich Gedanken über die Ausstattung. Selbes gilt beim Nummernschild: Sie wollen ihr Kennzeichen nicht dem Zufall überlassen. Bei Kfz-Kennzeichen gibt es die interessantesten Kombinationen: Ein Frankfurter mit dem Nummernschild „F-CB“ ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Fan des FC Bayern; beginnt das Nummernschild mit „WW-W“, steckt vielleicht ein Fan des World Wide Web aus dem Westerwald dahinter.

Solche Spielereien sind aber nicht zufällig erhältlich, sondern nur mit Wunschkennzeichen. Diese Nummernschilder kostens 10,20 Euro plus 2,60 Euro für die Reservierung – macht zusammen also 12,80 Euro. Die Gültigkeit der Reservierung hängt von der Behörde ab: In Berlin sind es zwei Monate, in Hamburg nur 14 Tage; gegen eine Gebühr in Höhe von zehn Euro kann die Reservierung viermal um jeweils 90 Tage verlängert werden.

Beim Wunschkennzeichen sind Wortspiele beliebt, aber: Je größer eine Stadt, desto schwerer ist die Reservierung des gewünschten Kennzeichens. Einige beliebte Beispiele:

  • BAR-BY
  • MI-NI
  • HH-MM

Achtung: Nicht erlaubt sind an das Nazi-Regime erinnernde Kombinationen (SS, SA, NS, HJ, KZ).

Mit dem Wechselkennzeichen Geld sparen

Nicht nur mit dem Kauf von Kennzeichen im Internet können Autofahrer Geld sparen. Sie sollten auch die Nutzung von Wechselkennzeichen in Erwägung ziehen. Was in der Schweiz und Österreich zum Alltag gehört, ist in Deutschland erst seit 2012 gang und gäbe. Im Juli 2012 wurde die Fahrzeugzulassungsverordnung geändert. Der Zweck: Ein Kennzeichen für zwei unterschiedliche Fahrzeuge nutzen zu können.

Die Idee hinter dem Wechselkennzeichen: Mit einem großen Fahrzeug pendelt man montags bis freitags zur Arbeit; am Wochenende wird das sparsame Elektro- oder Hybridauto aus der Garage gefahren und zum Einkaufen verwendet. Auf diese Weise schonen Autofahrer die Umwelt und sparen bei der Kfz-Versicherung.

Leider hat sich Deutschland nicht an der Gesetzgebung im Ausland orientiert und mehr Hindernisse als Vorteile geschaffen. Das Wechselkennzeichen gilt nur für bestimmte Kombinationen:

  • Pkw mit Pkw
  • Pkw mit Wohnmobil
  • Pkw mit Oldtimer
  • Oldtimer mit Oldtimer
  • Wohnmobil mit Wohnmobil
  • Oldtimer mit Wohnmobil

Motorräder können ebenfalls miteinander sowie mit Quads und Leichtkrafträdern kombiniert werden; auch zwei Anhänger dürfen dasselbe Nummernschild teilen.

Anders als bei den Nachbarn gibt es in Deutschland keine Steuervergünstigung für Autofahrer mit Wechselkennzeichen. Die einzige Ersparnis bleibt bei der Versicherung: Einige Versicherer gewähren bis zu 20 Prozent Nachlass, wie das Handelsblatt ermittelt hat.

Mit E-Kennzeichen von Privilegien profitieren

Gemäß § 3 des Elektromobilitätsgesetzes profitieren einige Elektrofahrzeuge von Ermäßigungen oder Befreiungen von Gebühren. In Hamburg beispielsweise parken Besitzer von E-Autos seit dem 1. November 2015 bis zur Höchstparkzeit gebührenfrei; theoretisch wäre auch die Nutzung von Busspuren umsetzbar – das müssen aber Städte selbst entscheiden.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Privilegien ist das spezielle Kfz-Kennzeichen für Elektroautos: Dieses hebt sich mit dem E am Ende von anderen Nummernschildern ab. Bei der Anmeldung eines E-Autos zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020 werden Besitzer der Fahrzeuge zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit; danach fallen nur 50 Prozent der Beiträge an.

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