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Eine Reifenpanne ist nicht nur ärgerlich, sondern stellt Autofahrer auch vor eine große Herausforderung. Hand aufs Herz: wer prüft schon bei jedem Tankstellenbesuch, ob der Reservereifen noch ausreichend Luft hat und im Bedarfsfall aufgezogen werden kann? Die schnellste Hilfe ist ein funktionierendes Reserverad, welches man vor Ort wechseln und gegen den defekten Reifen austauschen kann. Mit dem richtigen Werkzeug und dieser Schritt für Schritt Anleitung wird der Reifenwechsel ein Kinderspiel.

 



So wechselt man einen Reifen sicher und schnell

 

Wenn der Reifen platzt, sollte man ruhig und besonnen reagieren und keinesfalls abrupt abbremsen. Ein sicherer Standort zum Reifenwechseln ist ratsam. Auf Autobahnen oder Landstraßen sollte man unbedingt versuchen, mit dem defekten Reifen noch einen Ort fernab einer Kurve zu erreichen und sich dort oder noch besser, auf einem Parkplatz an den Reifenwechsel machen. Die Handbremse wird angezogen und das Auto wird mit dem Wagenheber in Montagehöhe gebracht. Die Radmuttern werden abgeschraubt, der Reifen abgenommen und das neue Rad aufgesetzt. Nun setzt man die Radmuttern auf, zieht sie aber noch nicht vollständig fest, sondern lässt den Wagen im Vorfeld herab. Steht er auf sicherem Untergrund, werden die Muttern mit dem Radkreuz befestigt. Dabei verwendet man nicht den Fuß, sondern nutzt ausschließlich die Hände und die in den Armen befindliche Muskelkraft. Zu starker Anzug kann zum Bruch der Radmuttern führen und die Weiterfahrt ausschließen.

Neben dem Ersatzrad gibt es eine weitere Möglichkeit, die Weiterfahrt zu ermöglichen und den defekten Reifen mit einem Reifenreparaturset zu reparieren. Das Set wie hier angeboten leistet Hilfe, ohne dass man den Reifen wechseln muss. Allerdings sollte man mit dem geklebten Reifen keine langen Strecken und auch keine Geschwindigkeiten über 80 bis 100 km/h fahren. Die nächste Werkstatt ist das Ziel und kümmert sich um den Austausch des vorübergehend reparierten Reifens.

Bei Reifenpannen auf Sicherheit achten

In den meisten Fällen gehen Reifen auf der Autobahn oder auf unübersichtlichen Landstraßen kaputt. Auch wenn die Weiterfahrt mit einem defekten Reifen nicht angeraten ist, sollte man keinesfalls am Ort des Geschehens stehenbleiben, erweist sich dieser als schlecht einsehbar und somit als Risiko für Leib und Leben. Für den Reifenwechsel oder die Reparatur ist die Absicherung der Pannenstelle notwendig. Die Warnweste wird vor der Aufstellung des Warndreiecks angelegt und informiert andere Autofahrer, dass hier ein Unfall passiert ist und ein Auto steht. Die Weiterfahrt bis zu einem breiten Randstreifen oder einer Einfahrt beziehungsweise zu einem Parkplatz in unmittelbarer Nähe gibt Sicherheit. Ist das nicht möglich, müssen die Mitfahrer das Fahrzeug verlassen und sich aus dem Fahrbahnbereich entfernen. Zusätzlich zum 150 Meter vor dem Standort platzierten Warndreieck und der Warnweste muss die Warnblinkanlage des Fahrzeugs aktiviert sein. Erst dann beginnt man mit dem Reifenwechsel oder setzt das Reparaturset für die Verklebung des defekten Materials ein. Bei größeren Reifenschäden oder einem großflächig geplatzten Reifen ist eine Verklebung ungeeignet, sodass nur ein Ersatzreifen für die Weiterfahrt in Frage kommt.

Durch die hohen Geschwindigkeiten moderner Autos platzen Reifen viel häufiger, als es früher bei langsameren Fahrten der Fall war.

 

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