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Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr weiter rückläufig
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Freitag, den 20. August 2010 um 05:49 Uhr

Verkehrstote werden wenigerWie das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt gab, sind nach vorläufigen Ergebnissen von Januar bis Ende Juni 2010 auf Deutschlands Straßen 1.675 Menschen und damit 291 Personen oder 15 Prozent weniger ums Leben gekommen als in den ersten sechs Monaten 2009. Schon im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren die Zahlen zurückgegangen.

Die weiterhin positive Entwicklung könnte die Zahl der Verkehrstoten 2010 erstmals unter die Marke von 4.000 fallen lassen. Bei den Schwer- oder Leichtverletzten gab es 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ebenfalls eine deutliche Abnahme um 9,1 Prozent auf rund 168.100 Personen. Polizeilich erfasste Straßenverkehrsunfälle erhöhten sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 2,4 Prozent auf rund 1,1 Millionen. Ausschlaggebend bei dieser Entwicklung waren die Unfälle mit Sachschaden, die um 4,2 Prozent auf 1,0 Millionen gestiegen sind. Unfälle mit Personenschaden gingen dagegen um 9,4 Prozent auf rund 130.700 zurück.
 

Betrachtet man die einzelnen Bundesländer, so war die Abnahme der Verkehrstoten in Schleswig-Holstein (-44 % oder 34 Personen), Mecklenburg-Vorpommern (-29 % oder 22 Personen) und in Hamburg (-25 % oder 4 Personen) am höchsten. Nur in Bremen blieb die Zahl der Unfalltoten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 unverändert. In Brandenburg bestand mit 34 Getöteten je eine Million Einwohner das größte Risiko im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 33. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen, abgesehen von den drei Stadtstaaten, die aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen, Nordrhein-Westfalen mit 14 und Schleswig-Holstein mit 15 Getöteten je eine Million Einwohner.

In vielen Bereichen negativ entwickelt hat sich der Monat Juni, in dem die Polizei in Deutschland rund 196.400 Straßenverkehrsunfälle und damit 3,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat registrierte. Auch wurden erstmals in diesem Jahr in einem Monat mehr Unfälle mit Personenschaden gezählt als im Vorjahr (+6,0 % auf 30.400). Die Zahl der Verunglückten ist um 4,3 Prozent gestiegen. Mit rund 38.100 Personen wurden 4,4 Prozent mehr Menschen verletzt als im Vorjahresmonat, die Zahl der Getöteten war jedoch weiterhin rückläufig (-4,3 % auf 359 Personen). (Auto-Reporter.NET/br)(Foto: dpp/Auto-Reporter.NET)


 

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