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25 offene Fragen zur Vulkanasche-Krise
Experten kritisieren, dass Bundes-Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer in der Vulkanasche-Krise jegliches Krisenmanagement vermissen und die Unternehmen in ihrem eigenen Krisenmanagement im Stich lässt oder sogar, wie am Sonntag in der ARD-Tagesschau um 20 Uhr, anmaßend, unsachlich und unangemessen kritisiert.
Die Versäumnisse legen die Vermutung nahe, dass das Ministerium auf die möglichen Auswirkungen einer europaweiten Luftraumsperrung überhaupt nicht vorbereitet ist.
Warum wird begleitend nichts unternommen, um die Krise zu bewältigen?
Folgende Fragen bleiben derzeit offen:
- Wann setzt sich der Bundesverkehrsminister für ein Krisentreffen aller betroffenen europäischen Verkehrsminister ein, das in Deutschland oder Brüssel auch mit Bahn und Auto erreichbar wäre?
- Warum gibt es keine keine Jour fixe der Verkehrsminister per Videokonferenz und warum setzt sich Deutschland dafür auch nicht ein, obwohl es als Transitland in der Mitte einerseits bestens dazu geeignet und andererseits auch in höchstem Maße betroffen ist?
- Wann richtet das Bundesverkehrsministerium einen Interventions- und Planungsstab mit den Luftverkehrsgesellschaften, den Metereologen und der Luftsicherheit ein?
- Wann werden Luftraum-Szenarien für den Bereich unter 5.000m mit Möglichkeiten eines Ausweichprogramms entwickelt?
- Warum werden keine Absprachen mit den deutschen und europäischen Bahnen getroffen?
- Warum nimmt man keinen Kontakt mit den großen Bus-Verbänden auf?
- Wo bleibt eine Planung für einen Deutschland- und Europa-Ersatzverkehr für Personen und Güter?
- Welche Alternativplanung gibt es mit dem Regional- und Privatluftverkehr?
- Wie lange noch werden die auf Flughäfen “gestrandeten” Reisenden ohne Visum unter unwürdigen Bedingungen allein gelassen?
- Warum werden alle gestrandeten Reisenden weder offiziell informiert, noch zu Alternativen beraten?
- Warum wird keine ratgebende Informationsseite des BMVBS eingerichtet und dazu auch nichts veröffentlicht?
- Warum gibt es keine Krisen-Interventions-Stäbe und Teams an Flughäfen und Bahnhöfen?
- Welches Logistik-Konzept bei Ausfall des Luftverkehrs gibt es?
- Wie geht das BMVBS mit Betrieben des Hotel- und Gaststättengewerbes um, die mit eigens überhöhten Preisen von der europaweiten Krise profitieren?
- Warum hat der Verkehrsminister hat keine Gespräche mit der europäischen Fährschifffahrt geführt?
- Warum wurden mit der Binnenschifffahrt wurden keine Absprachen getroffen?
- Warum wird die Bevölkerung über die Auswirkungen und Pläne völlig im Unklaren gelassen und der dafür ungeeigneten Bundesanstalt für Flugsicherung die Kommunikation überlassen?
- Welche Pläne legt das Ministerium für die 4 Wochen nach dem Abklingen der Aschewolke vor?
- Welche Planung hat das Ministerium, wie es mit einer längerfristigen Belastung dieser Art mit den erheblichen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft umgehen wird?
- Wie ist die kommunikative Vernetzung der politisch Verantwortlichen, die an Ausweichstandorten festgehalten werden, zu optimieren?
- Sie funktioniert mangelhaft, welche zentrale Anlaufstelle der politischen Kommunikation gibt es? Ein solches Defizit kann ein Land im Ernstfall unregierbar machen.
- Wie schätzt das BMVBS den Ernst der Lage mit seinen gravierenden mittelfristigen Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsplätze und Gesellschaft ein, warum werden dazu keine Planungen kommuniziert?
- Wo bleibt die Leitplanung für die nächsten 4-6 Wochen zur Bewältigung der Nachwirkung der Krise?
- Warum hat der Minister in seiner wichtigsten Aufgabe, der politischen Organisation des Verkehrs auch in Verbindung mit Wirtschaft und Gesellschaft, bislang keine Maßnahmen getroffen?
- Wie will man dem Eindruck entgegenwirken, dass die Sprachlosigkeit und das unterlassene Handeln des Bundesministeriums für Verkehr zeigen, dass man auf eine solche Krise nicht nur nicht vorbereitet ist, sondern der Minister offensichtlich auch kein Interesse an wirksamem Krisenmanagement hat?
© Joh. Hübner autoconsult, D-61169 Friedberg, e-mail:
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