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Parkhäuser im Test: Bei vielen fehlt es an allem
Sonntag, den 20. November 2011 um 19:00 Uhr

Parkhäuser im Test: Bei vielen fehlt es an allemZu teuer, zu dunkel, zu eng und zu schmuddelig. Viele Parkhäuser sind ihren Preis nicht wert. In einem Test hat der ADAC 50 Parkhäuser in zehn deutschen Städten unter die Lupe genommen. Auf dem Testprogramm standen jeweils fünf Großgaragen in Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln, München, Nürnberg und Wiesbaden. Untersucht wurden die Sicherheit, die Befahrbarkeit, die Benutzerfreundlichkeit und die Tarife.

Nur eine Anlage, das Parkhaus Kurhaus/Casino in Wiesbaden, erreichte die Note „sehr gut“. Das 2006 eröffnete Parkhaus ließ fast keinen Wunsch offen. Es präsentierte sich den Testern übersichtlich, hell, sauber und behindertengerecht. Die Beschilderung war eindeutig, die ausreichend breiten Parkplätze schräg angeordnet und damit gut anzufahren. Auch die Rampen waren komfortabel zu befahren und gut einsehbar. Das dynamische Parkleitsystem sowie das rund um die Uhr anwesende, hilfsbereite Personal rundeten das positive Gesamtbild ab.


Gleich drei Parkhäuser kassierten die Note „sehr mangelhaft“. Verlierer ist das Parkhaus Kreuzstraße in Düsseldorf, das nur 2,9 Prozent der möglichen Punkte einfahren konnte. Der Grund: Die Einfahrtshöhe lag mit 1,80 Metern deutlich unter Standard, die Parkplätze waren mit 2,25 Metern viel zu schmal. Auch das rostige Geländer auf dem Dach, das im Falle eines Aufpralls die Gefahr eines Absturzes in sich birgt, trug wesentlich zur negativen Bewertung bei. Zudem waren die Aufzüge nicht behindertengerecht und Kinderwagen durften damit nicht transportiert werden.

Ärgerlichster Mangel sind die zu schmalen Parkplätze. Die empfohlene Breite von 2,50 Metern wiesen nur ein Drittel der Häuser auf, die schräge Anordnung der Parkplätze gab es nur bei sieben. Große Unterschiede zeigten sich bei den Tarifen. Nicht nur zwischen verschiedenen Städten, sondern auch innerhalb einer Stadt wie etwa in Dresden, wo die Stunde zwischen 80 Cent und drei Euro kostete.

Der ADAC fordert neben einer angemessenen Stellplatzbreite eine Mindesthöhe von zwei Metern, eine helle Ausleuchtung und klare Leitsysteme für Autos und Fußgänger. Frauenparkplätze sollen überwacht und wie Behindertenplätze in der Nähe des Ausgangs platziert werden. Die Tarife sollten verbraucherfreundlich in möglichst kurzen Zeiteinheiten getaktet sein. (Auto-Reporter.NET/sr)(Foto: ADAC/Auto-Reporter.NET)

 


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