Die Autobatterie Die Autobatterie - Laden, überprüfen, testen und erhalten
Die Autobatterie bzw. auch Starterbatterie ist ein Akkumulator der den elektrischen Strom für den Anlasser eines Verbrennungsmotors zur Verfügung stellt. Die Autobatterie wird bei laufenden Motor von der...
Ein Energieschub aus der heimischen Steckdose ist nicht selten die letzte Rettung, um der Autobatterie wieder Leben einzuhauchen, wenn Kurzstreckenbetrieb sie in die Knie zwingt. Vier Jahre sollte ein solcher Akku durchschnittlich schon halten, doch bei häufigem Kurzeinsatz des Fahrzeugs mit anschließendem Stillstand kann sie bereits im ersten Winter schlappmachen. Die Aufladung aus der heimischen Steckdose gilt als bewährtes Mittel, um sie wieder zu Kräften kommen zu lassen. Der Zubehörhandel bietet dafür „intelligente“ Elektronik zu moderatem Preis. Doch können auch stark entladene Batterien wieder flottgemacht werden? - Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung hat acht Batterielader für unter 100 Euro getestet.
Testsieger mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ wurde das CTEK MXS 5.0, das von Kunzer über den Fachhandel vertrieben wird, aber auch mit dem entsprechenden Markenlogo im Zubehörangebot einiger renommierter Automobilhersteller zu finden ist. Das MXS 5.0 erreichte im GTÜ-Vergleich 452 von 500 maximal möglichen Punkten, gefolgt vom Bosch C3 mit 418 Punkten. Auf den Plätzen der Reihenfolge nach finden sich M+S Intelli 2 (378 Punkte), Cartrend MP 3800 (368), Saito Pro Charger XL (362), AEG LP Plus (334), ProTech M42 (310) und weit abgeschlagen das Cartrend 6A mit nur 158 Punkten.
Eine wichtige Erkenntnis der Prüfer: Der Preis entscheide zwar nicht allein über die Qualität eines Batterieladers, denn die teuersten Kandidaten waren nicht gleichzeitig die besten. Aber ein paar Euro mehr sollte man doch anlegen, denn die beiden mit Abstand billigsten Geräte belegten auch die letzten Plätze.
Für alle Kandidaten war ein gewaltiges Testprogramm von zwei Dutzend Positionen aufgelegt worden, unterteilt in sechs große Kapitel: Sichtprüfung, Bedienung, Funktionsumfang, elektrische Prüfungen, Qualitätsprüfungen und Kosten. Als wichtiger Punkt gilt etwa die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens. Volle Punktzahl erhielten hier CTEK, M+S sowie Saito, die sich auch als Einzige im Testfeld zu 100 Prozent für den bedenkenlosen Langzeitbetrieb an der Autobatterie eigneten. Das CTEK war obendrein das Gerät mit der schnellsten Aufladung und das einzige, das wirklich konsequent das klassische, von den meisten Batterieherstellern empfohlene sogenannte „IUoU-Ladeverfahren“ mit Hauptladung, Absorptionsphase und Erhaltungsladung mit geregelten Spannungen verwendet.
Von den Topgeräten schaffte es im Übrigen nur der Testsieger, auch tiefst entladene Batterien mit einer Restspannung um die drei Volt wieder zum Leben zu erwecken. Diese Übung beherrschten ansonsten nur noch Saito und ausgerechnet der Letzte im Feld, das Cartrend 6A. Bei 4,5 Volt kamen M+S und ProTech hinzu und erst ab neun Volt AEG, Bosch sowie das Cartrend MP 3800.
Den beiden Erstplatzierten CTEK MXS 5.0 und Bosch C3 wurde zudem der beste optische und haptische Gesamteindruck bescheinigt. Auch waren sie robust genug, um den Falltest mit voller Punktzahl zu überstehen. Letzteres schafften auch AEG, das Cartrend MP 3800 und ProTech. (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: GTÜ/Auto-Reporter.NET)