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Nicht jeder Versuch, mit einem neuartigen Fahrzeugtyp auf dem Automarkt für Furore zu sorgen, hat die Hoffnungen der Hersteller erfüllt. So manches Modell erwies sich als totaler Flopp, bei vielen anderen wurden zumindest die Verkaufs-Erwartungen klar verfehlt. Das positive Gegenbeispiel ist Toyotas RAV4, der 1994 das Segment der kompakten Sport Utility Vehicles (SUV) mit Allradantrieb begründete, schnell zum internationalen Bestseller avancierte und bis heute über drei Millionen Käufer überzeugte.

Sich auf Straße und im Gelände gleichermaßen flott und sicher bewegen zu können, die hohe Sitzposition, die Geräumigkeit und natürlich auch die Toyota eigene Zuverlässigkeit machten aus dem Pionier schnell einen Trendsetter. Zahlreiche andere Hersteller folgten diesem Erfolgs-Konzept, ohne den RAV4, der 2006 in den dritten Generation auf den Markt kam, aus der Spitzengruppe verdrängen zu können.

Seit einiger Zeit gibt es jedoch eine neue Zielgruppe, für die beim Kauf eines SUV eher emotionale als rationale Erwägungen im Vordergrund steht. Sie schätzt zwar die klassischen Tugenden eines kompakten SUV, doch genauso wichtig ist ihr ein markantes, modernes Design, ein luxuriöses Ambiente im Innenraum und ein verbrauchsgünstiger und damit umweltfreundlicher Antrieb. Kriterien, die Toyota bei der gründlichen Überarbeitung der jetzigen Generation nun erfüllt – die Frischzellenkur ist also gelungen.

Schwerpunkt der Veränderungen am Blechkleid ist die Frontpartie. Der neue, breitere Kühlergrill mit einer Querleiste aus Chrom betont in Verbindung mit markant gestalteten Scheinwerfergehäusen samt Projektionsleuchten für das Abblendlicht die satte Straßenlage des RAV4 und stellt jetzt auch einen optischen Bezug zu den Modellen Verso und Avensis her. Neben der neu gezeichneten Motorhaube prägen die im ebenfalls modifizierten Frontstoßfänger integrierten serienmäßigen Nebelscheinwerfer die neue Bugpartie, die dem Wagen ein dynamisch-sportives Aussehen verleiht.

Der Innenraum mit übersichtlichem Cockpit, komfortablen, guten Seitenhalt gebenden Sitzen und sehr sauber verarbeiteten hochwertigen Materialien ist im Prinzip gleich geblieben. Unverändert ist auch das Easy Flat-Sitzkonzept: mit einem Handgriff lassen sich die Rücksitze vom Kofferraum aus einzeln umklappen und ohne Demontage von Sitzpolstern oder Kopfstützen in den Boden versenken. Darüber hinaus lassen sich die Sitzelemente unabhängig voneinander in Längsrichtung um bis zu 165 Millimeter verschieben. Neu ist jetzt jedoch eine optional erhältliche Alcantara-Leder-Ausstattung, die dem Interieur einen exclusiven und sportlichen Look verleiht und dank eines schnellen Temperaturausgleichs ein angenehmes Sitzklima bietet.

Für den Vortrieb stehen die bereits im vergangenen Jahr eingeführten Triebwerke – ein 2,0-Liter-Benziner mit 116 kW / 158 PS und zwei 2,2-Liter-Selbstzünder mit 110 kW / 150 PS bzw. 130 kW / 177 PS - zur Verfügung, die alle mit dem Toyota Optimal Drive-System ausgestattet sind. Das Ergebnis sind günstige Verbräuche und damit niedrige CO2-Emissionen – gleichgültig, ob man nun die Frontantriebs- oder Allrad-Version wählt.

Erweitert wurden jedoch die Möglichkeiten, die gewählte Ausstattungsvariante – Basis, Life oder Executive – mit dem gewünschten Antrieb zu kombinieren. So ist die dominierende Ausstattungslinie Life z. B. nun auch mit dem 2,2-Liter-Diesel und der sauber arbeitenden Sechsstufen-Automatik erhältlich. Und da neben den serienmäßig umfangreichen Sicherheits- und Komfort-Ausstattungen noch Zusatzpakete und zahlreiches Zubehör zu ordern sind, hat Toyota den RAV4 nicht nur optisch zeitgemäßer und attraktiver gemacht, sondern bietet jetzt jede Möglichkeit, sich sein Fahrzeug individuell noch weiter aufzupäppeln. Dann sind die Basispreise von 23.800 Euro (Benziner) und 25.950 Euro (2.2D-4D-Diesel) zwar Makulatur, doch war es eben schon immer etwas teurer, einen individuellen Geschmack zu haben. (auto-reporter.net/Hans H. Grassmann)

 

 

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