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Golf twïnDRIVE als Hardware im E-Mobilitäts-Flottenversuch
Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 08:13 Uhr

Volkswagen Golf twinDriveEs ist der Status quo des im Juli 2008 gestarteten „Flottenversuchs Elektromobilität“, der heute in Berlin von Volkswagen in Zusammenarbeit mit sechs Partnern und dem Bundesumweltministerium präsentiert wurde. Ziel der Kooperation ist die Erforschung der nachhaltigen Nutzung von Elektroautos, und Europas größter Autobauer Volkswagen liefert mit dem Golf twïnDRIVE die entsprechende Hardware. Wind, Wasser und Sonne sollen als Kraftstoffe der Zukunft konsequent für die „Befeuerung“ der Elektrofahrzeuge sorgen.

Bei dem bis Juni 2012 laufenden Projekt setzt Volkswagen 20 Golf Variant

twïnDRIVE als Forschungsfahrzeuge ein. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, hat heute in Berlin den Startschuss für den Feldtest im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts gegeben. Eines dieser Fahrzeuge nimmt das BMU in seinen Fuhrpark auf.

Der Plug-In-Hybridantrieb arbeitet im urbanen Umfeld vorwiegend emissionsfrei via Elektroantrieb. Distanzen bis zu 57 Kilometer sind für den E-Golf im reinen Elektrobetrieb kein Problem. Bei größerem Aktionsradius wird auf die Dienste eines kleinen Verbrennungsmotors zurückgegriffen, der für eine Gesamtreichweite von rund 900 Kilometern sorgt. Und mit einem Verbrauch von 2,1 l/100 km (analog 49 g/km CO2) kann sich der 170 km/h schnelle und bis zu 120 kW/163 PS starke twïnDRIVE-Golf durchaus sehen lassen. Seine Technologie macht’s möglich: emissionsfrei in der Stadt und flexibel auf langer Strecke. Für VWs Konzernchef Prof. Martin Winterkorn hat der Golf Variant twïnDRIVE das Zeug zu mehr. So setze er nicht nur „neue Maßstäbe“, sondern „könnte sich mittelfristig zur idealen Antriebsform entwickeln“.

Flexibel auch die Einsatzfähigkeit des E-Antriebs. Der Fahrer kann vorprogrammieren, wenn etwa auf einer Fahrt von Leipzig nach Berlin die reinen City-Kilometer emissionsfrei per E-Motor gefahren werden sollen. Dazu „reserviert“ er eine elektrische Reichweite, die in der Batterie vorgehalten wird. Per E-MODE-Taste wird der E-Betrieb gewählt. Das Wort „Umweltzone“ bekäme in den Städten eine völlig neue Qualität, ist man sich bei VW sicher.

Bei allem Fortschritt bleibt die flächendeckende Einführung von Plug-In-Hybrid-Pkws und reinen Elektroautos eine große Herausforderung. Die Elektromobilität sei für den Automobil- und Industriestandort Deutschland eine Jahrhundertaufgabe, betont Winterkorn. „Autobauer, Zulieferer, Stromerzeuger, Wissenschaft und Politik – nur gemeinsam werden wir Deutschland zum Leitanbieter und Leitmarkt machen.“ Der „Flottenversuch Elektromobilität“ unter Federführung VWs führt auf deutscher Ebene mit E.ON, der Fraunhofer Gesellschaft ISIT, dem Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster genau diese Partner zusammen. (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET)

 


Bilder:

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