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Beginn einer neuen Ära: Die ITR als Vermarkter der DTM gab im Rahmen des DTM-Rennens in Nürnberg zusammen mit dem DMSB und den Herstellern (Audi, BMW, Mercedes-Benz) einen Einblick in die DTM 2012. Vorgestellt wurde die Sicherheitszelle als Kern der künftigen Rennwagengeneration, die für Audi und die anderen Mitbewerber identisch ist. Wir fragten Dr. Wolfgang Ullrich, Audi-Motorsportchef.
?: Die DTM hat die neue Sicherheitszelle vorgestellt, die alle drei Hersteller ab 2012 verwenden werden. Einmal mehr war Audi daran beteiligt, Maßstäbe zu setzen. Was zeichnet die gemeinsame Zelle aus?
Dr. Wolfgang Ullrich: Unsere
Ingenieure waren daran beteiligt, die Sicherheit in der DTM auf das höchstmögliche Niveau zu bringen. In Le Mans haben wir wieder einmal gelernt, dass unsere Art der Konstruktion von Sicherheitsstrukturen ein sehr guter und richtiger Weg ist. Genau das haben wir versucht, gemeinsam mit den Kollegen von BMW und Mercedes im Sicherheitskonzept der DTM mit unterzubringen. Das neue Konzept ist ein tolles Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Mitarbeiter von drei Premium-Herstellern versuchen, ein gemeinsames Ziel zu erreichen: das bestmögliche, kostengünstigste, sicherste Auto auf die Beine zu stellen – und ein tolles noch dazu. Auch alle, die nicht seitens der Hersteller beteiligt waren, etwa der DMSB oder die Dekra, werden bestätigen, dass in diesem Projekt ein besonderer Geist herrschte.
?: Bleibt trotz einer steigenden Zahl gleicher Bauteile die Identität der beteiligten Hersteller gewahrt?
Dr. Ullrich: Daran besteht kein Zweifel. Wir haben immer versucht, im Motorsport mit Audi neue Technologien nach vorn zu bringen und Motorsport produktrelevant zu machen. Die DTM ist die beste Bühne, um sich mit dem Audi A4 und dem A5 mit genau jenen Konkurrenten zu messen, auf die wir auch im Markt treffen. Daher passt die DTM zu uns sehr gut.
?: Die neue Fahrzeuggeneration wird nicht nur deutlich sicherer. Es konnten auch noch Kosten eingespart werden. Wie war das möglich?
Dr. Ullrich: Der Umstand, dass alle drei Hersteller ihr Können und Wissen einbringen und am Ende davon profitieren, ist ein hervorragendes Beispiel für Synergieeffekte. Ein weiteres ist die Arbeit in unserem Hause. Durch unsere Struktur ist es gegeben, dass die Touren- und die Sportwagenentwicklung gegenseitig voneinander profitieren. Es gibt zwar eine gewisse Aufteilung zwischen den Projekten, aber ein Großteil der Fachkompetenzen wird für beide Projekte verwendet. Und schließlich haben auch die beteiligten Zulieferer einen Anteil. Wir hatten viele internationale Kontakte. Aber nun werden sehr viele Komponenten für das neue Konzept mit deutschen Herstellern verwirklicht. Sie haben uns die besten Angebote gemacht. (Auto-Reporter.NET/pha)(Foto: Auto-Reporter.NET)
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