|
Opel rutscht wieder in die roten Zahlen |
|
Donnerstag, den 10. November 2011 um 22:24 Uhr |
|
General Motors hat das angestrebte Ziel aufgegeben, mit der Europa-Tochter Opel in diesem Jahr in die Gewinnzone zu fahren. Verantwortlich dafür sei die Schuldenkrise und das schwache Europageschäft. Zwar halbierte man im dritten Quartal den Verlust gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 auf rund 290 Millionen Euro, jedoch war nach dem seit Jahren erstmals wieder erreichten positiven zweiten Quartal mehr erwartet worden.
Zwischen Juli und September konnten mit 279.000 Fahrzeugen der Marken Opel und Vauxhall lediglich zwei Prozent mehr Autos verkauft werden als im Vorjahreszeitraum. Konzernweit stieg der Absatz um neun Prozent auf mehr als 2,2 Millionen. Gut abgeschnitten habe GM in Nordamerika sowie China und sowohl Absatz als auch Marktanteile gesteigert. Netto ging der Gewinn im dritten Quartal jedoch von zwei auf 1,7 Milliarden Dollar zurück. Der Umsatz kletterte dagegen um knapp acht Prozent auf 36,7 Milliarden. Für GM-Chef Dan Akerson „ein solides Quartal“, jedoch sei „solide nicht gut genug. Auch nicht in einem harten wirtschaftlichen Umfeld.“
Nach einer Erklärung von GM-Finanzchef Dan Ammann kämen bei der Restrukturierung des europäischen Geschäfts alle Möglichkeiten in Betracht. Auch Werksschließungen seien nicht tabu. Für Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sind diese „wiederholt von GM losgetretenen Spekulationen über die Zukunft von Opel/Vauxhall geschäftsschädigend und unverantwortlich.“ Er zeigte sich erstaunt, sei die Restrukturierung von Opel in Europa doch nach Aussage von Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke erfolgreich abgeschlossen. Zudem würden die Verträge Personalabbau und Werksschließungen bis zum 31. Dezember 2014 kategorisch ausschließen. (Auto-Reporter.NET/br)(Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET)
Automarke Opel
|