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Akio Toyoda, Urenkel des Toyota-Gründers Sakichi Toyoda, redet in einem Interview mit dem Magazin „stern“ nicht drumherum: Die spektakulären Rückrufaktionen, die sein Unternehmen in den vergangenen Jahren auf den Weg bringen musste, haben ihn über Rücktritt nachdenken lassen. Auch wenn sich einige Vorwürfe von Kunden später als nichtig herausgestellt haben, sieht Toyoda allein sein Unternehmen in der Pflicht. Sein Motto: „Wir müssen Autos bauen, mit denen jeder klarkommt.“
Toyoda bedauert im Gespräch mit dem Magazin, dass Rückrufe immer negativ gesehen werden. „Das Auto wird dadurch zu einem besseren Produkt; der Kunde kann besser, sicherer und länger damit fahren.“ Grundsätzlich hält er derartige Aktionen für nichts Schlechtes.
Infolge der zurückliegenden Pannenserie, bei denen Toyota-Fahrzeuge in den USA angeblich ungewollt beschleunigten und es auch zu tödlichen Unfällen gekommen war, wurde Toyoda vor das US-Parlaments zitiert und von einem Ausschuss kräftig angegriffen. Toyoda: „Mir lag am meisten am Herzen, Mitarbeiter und Kunden von Toyota zu
schützen. Notfalls hätte ich dafür auf meine jetzige Position verzichtet. Ich war darauf vorbereitet zurückzutreten.“ Obwohl die Beschleunigungsvorwürfe der Kunden nicht haltbar waren und, wie Untersuchungen US-amerikanischer Institute ergaben, letzten Endes ein Fehlverhalten der Fahrer zu den Zwischenfällen geführt hatte, sieht Toyoda sein eigenes Unternehmen in der Pflicht: „Wir werden niemals die Schuld den Fahrern unserer Autos geben, egal, wie sie fahren. Wir müssen Autos bauen, mit denen jeder klarkommt.“
Angesprochen wurde Toyoda auch auf die Ambitionen des Volkswagen-Konzerns, dem japanischen Autobauer seinen gegenwärtigen Status als Branchenprimus abzunehmen. Der Toyota-Chef, zurzeit mit 0,13 Prozent am Unternehmen beteiligt, gibt sich gelassen: „Wir wollen gute Autos bauen. Dadurch verdienen wir Geld, das wieder investiert wird.“ Dadurch trage man zum Allgemeinwohl bei. Nummer eins zu sein, sei nicht das Ziel, so Toyoda. „Es ist eventuell ein Ergebnis dieser Anstrengungen.“ Zur Konkurrenz aus Deutschland: „Wir sind froh, dass in Europa so viele tolle Fahrzeuge hergestellt werden, die wir dann als Vorbild nehmen können.“ (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: Toyota/Auto-Reporter.NET)
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