|
Saab klärt Gehaltsengpass mit Aktienverkauf |
|
Montag, den 08. August 2011 um 19:13 Uhr |
|
Ob, wie vorgesehen, Ende August im schwedischen Trollhättan die Produktion von Saab-Automobilen tatsächlich wieder aufgenommen werden kann, ist noch immer unsicher. Weitere Verzögerungen deutete Saab bereits an: Man müsse erst „ausreichend starke finanzielle Muskeln haben“, wird ein Sprecher des Autobauers zitiert. Bei Saab ruhen die Bänder seit April, nachdem die Zulieferer aufgrund ausbleibender Zahlungen die Lieferung von wichtigen Teilen unterbrochen haben.
Saab braucht dringend Geld.
Die Gehaltszahlungen an die
Mitarbeiter sind im Juli bereits zum zweiten Mal ins Stocken geraten. Jetzt hofft man auf Gelder von der Muttergesellschaft Swedish Automobile, die diese beim Aktienverkauf an den amerikanischen Investmentfonds Global Yield Fund Limited, GEM, eingespielt hat. Die Amerikaner waren 2010 für 1,8 Millionen Euro bei Saab eingestiegen und hatten im Mai dieses Jahres ihren Anteil um noch einmal eine Million Saab-Papiere aufgestockt. Eine Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen erlaubt den Schweden den Verkauf von Aktien im Umfang von insgesamt 150 Millionen Euro an GEM.
Einem drohenden Konkursantrag war Saab im Juni entgangenen, nachdem der Autobauer für rund 28 Millionen Euro seine Fabrikanlagen an ein Konsortium schwedischer Immobilienanleger veräußert hatte. Ob die Erlöse aus dem Geschäft mit GEM nur die Gehälter begleichen oder auch die Bänder in Trollhättan wieder anlaufen lassen werden, ist abzuwarten. (Auto-Reporter.NET/br)
Volvo Autohersteller
|