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Renault will ein großes Stück vom Russland-Kuchen |
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Samstag, den 23. Juli 2011 um 09:37 Uhr |
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Die Marke Renault ist auf dem russischen Markt gut etabliert, expandiert schneller als erwartet und strebt, gemeinsam mit ihren Partnern, konsequent nach einem Marktanteil von 40 Prozent im Jahr 2016. Gegenwärtig belegen die Franzosen mit einem Marktanteil von sechs Prozent den dritten Rang unter den Herstellern; zusammen mit Allianzpartner Nissan und dem russischen Autokonzern AwtoWAS beträgt der Marktanteil bereits 34,4 Prozent. Russland ist für die Renault Gruppe seit 2010 vom neunten zum viertwichtigsten Absatzmarkt geworden.
Die stetig steigende Pkw-Nachfrage veranlasst das Trio, die Produktionskapazität vor Ort von derzeit jährlich 1,1 Millionen Fahrzeugen bis 2016 auf 1,6 Millionen Einheiten pro Jahr zu steigern. Dafür entsteht bis März 2012 eine neue Produktionsstraße am Standort Togliatti mit einer Jahreskapazität von 350.000
Einheiten (Logan-Plattform) und die Fertigungskapazität des Werkes Izhavto in Ischewsk, Udmurtien, wird von derzeit 220.000 innerhalb der nächsten fünf Jahre auf jährlich 360.000 Fahrzeuge ausgebaut. In Togliatti können künftig fünf Modelle der Marken Renault, Nissan und Lada auf einer Linie montiert. Insgesamt haben die Partner bereits 400 Millionen Euro investiert. Das für Renault- und Nissan-Werke übliche Qualitäts- und Kostenniveau will man konsequent auch auf die neue Fertigungsstätte übertragen.
Bis zum Jahresende werden mit Logan, Sandero, Fluence, Mégane und Duster insgesamt fünf Modelle von den Bändern im Moskauer Renault-Werk laufen. Der Standort gilt als weiterer Pfeiler der Expansionstrategie. Den Duster bieten die Franzosen ab 2012 sowohl in der Version 4x2 als auch 4x4 an; er soll neben dem Koleos das SUV-Angebot von Renault in Russland ergänzen. Bei russischen Kunden ist Allradantrieb beliebt; aktuell verfügt jedes vierte verkaufte Fahrzeug über einen solchen Antrieb.
Mit zunehmendem Fahrzeugbestand rückt in Russland auch vermehrt die Servicequalität in den Mittelpunkt. Bis Ende Juni 2011 verfügte Renault über 130 Verkaufs- und Servicestützpunkte in 86 Städten. Die Zahl der Standorte soll bis 2013 auf 230 erhöht werden; ab 2015 sollen 260 Händlerbetriebe ihre Dienste anbieten.
Neben der Produktion und dem Vertrieb ist auch der Finanzsektor des französischen Autobauers auf dem russischen Markt etabliert. Die Renault Bank RCI ist dort bereits seit 2006 aktiv und Produkte wie die klassische Kreditfinanzierung werden von Russen beim Autokauf immer stärker nachgefragt. Im ersten Halbjahr 2011 legten die von RCI finanzierten Autokäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 52 Prozent zu. Seit 2006 nahmen 80.000 russische Kunden die Finanzierungsmodelle der Renault Bank in Anspruch. - Die Weichen wurden von Renault offenbar rechtzeitig gestellt, um sich vom großen russischen Kuchen ein gehöriges Stück abzuschneiden. (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: Renault/Auto-Reporter.NET)
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