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GMs Schweigen verärgert deutsche Opel-Händler |
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Dienstag, den 21. Juni 2011 um 06:14 Uhr |
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Nicht die Gerüchte über einen möglichen Verkauf der General-Motors-Tochter Opel verärgern die Händler in Deutschland, sondern das beharrliche Schweigen von GM. Dementiert wurde in Detroit bislang nichts. Allein zu der Beteuerung, dass es weder Verkaufsgespräche noch Kontakte mit anderen Herstellern in dieser Angelegenheit gebe, hat sich GM-Chef Dan Akerson hinreißen lassen. Zu wenig, um die Händlerschaft hierzulande zu beruhigen. Sie ist zwar krisengeprobt, doch liegen die Nerven nach dem Hickhack um den geplanten Verkauf von Opel Ende 2009 schnell blank. Seinerzeit machte Mutter GM einen Rückzieher und behielt die Tochter in Eigenregie. Mittlerweile hat die Marke zwar noch mit Verlusten fertig zu werden, doch der Trend ist positiv, die Produkte sind vielversprechend.
Heftige Kritik erntet General Motors vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), der rund 40.000
Händler und Werkstätten vertritt. Das Schweigen der Amerikaner zu den Verkaufsgerüchten um die deutsche Tochter Opel „erschüttert zum einen das Vertrauen des Handels und der Mitarbeiter der Adam Opel AG in die Konzernmutter“, sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher dem „Handelsblatt“. Auch potenzielle Käufer drohten durch solche Gerüchte verunsichert zu werden. GM sollte so schnell wie möglich ein „öffentliches Bekenntnis" zu Opel ablegen.
Rademacher ist es um die Zukunft der Opel-Händler nicht bang. Sie seien bereits durch „ein Stahlbad“ gegangen und hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass Opel sich allen Widrigkeiten zum Trotz auf dem Markt behaupten konnte. „Dabei wird es auch bleiben, ob im GM-Konzern oder notfalls auch anderswo“, so der ZDK-Präsident. Ob der Rüsselsheimer Autobauer unter den GM-Fittichen bleibt oder nicht, wird die Zukunft zeigen. Branchenexperten sind sich aber uneins, wenn es darum geht, die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufs vorauszusagen.
Während einerseits ein Verkauf der Tochter ausgeschlossen wird, weil GM dadurch eine entscheidende Entwicklungsschmiede und zudem sein Standbein in Europa verlöre, wird von anderer Seite einem Verkauf durchaus Positives abgewonnen. Unter neuer Führung würde sich Opel auf bislang für die Marke tabuisierten Märkten mit der Konkurrenz messen dürfen. GMs Hausmarken bekämen Konkurrenz. Allen voran Chevrolet. Und Interessenten an Opel könnten nicht nur aus dem asiatischen Raum kommen. Auch Russland wüsste mit dem Know-how der Rüsselsheimer sicher gut etwas anzufangen. Der Verhandlungsführer von Opels damaligem Kaufinteressenten Magna, Siegfried Wolf, sitzt inzwischen im Verwaltungsrat der russischen GAZ Group. Auch da könnte was gehen ... (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: Auto-Reporter.NET)
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