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Kleine Beifahrer sicher unterwegs
Dienstag, den 20. Oktober 2009 um 20:35 Uhr

Kleine Beifahrer sicher unterwegsIn den meisten Fällen passiert es unabsichtlich, aus Unwissenheit, manchmal aus Eile „für die paar Meter“. Immer wieder zeigen Stichproben, dass Kinder nicht richtig gesichert im Auto mitgenommen und damit unnötigen Gefahren ausgesetzt werden. Gerade auf dem Beifahrersitz kann das fatale Folgen haben. Wie Tests des ADAC zeigen, können Kinder aber auch auf diesem Platz durchaus sicher mitfahren.

Hierbei gilt es, zwei wesentliche Punkte zu beachten: Wird für Kleinkinder eine Babyschale verwendet, darf das Kind in keinem Fall mit dem Kopf in Fahrtrichtung auf dem Sitz positioniert werden. Durch die Wucht des Airbags, der schon bei einem vergleichsweise harmlosen Unfall von etwa 30 km/h ausgelöst wird, können schwere bis tödliche Verletzungen des Kopf- und Nackenbereichs verursacht werden. Aus diesem Grund verbietet der Gesetzgeber auch diese Art von Sicherungssystem in Verbindung mit einem aktiven Airbag. Ohne Airbag könnte sogar ein Aufprall mit Tempo 64 nahezu unbeschadet überstanden werden, wie sich mit den Versuchen belegen lies. Die Bedienungsanleitung gibt Auskunft darüber, ob und wie sich der Airbag im eigenen Auto deaktivieren lässt.

Hingegen können größere Kinder auf Kindersitzen bei einem Crash in richtiger Sitzposition von einem Airbag profitieren. Messungen ergaben eine geringere Belastung als ohne Airbag. Bei der Einstellung des Sitzes ist darauf zu achten, dass das Kind nicht zu weit vom Luftsack entfernt sitzt, um dessen Wirkung nicht „verpuffen“ zu lassen. Sitzt es jedoch zu nah am Armaturenbrett, wird es bei der Auslösung direkt getroffen. Knochenbrüche sowie Schürf- und Brandwunden sind nicht ausgeschlossen. Noch weitaus schlimmer kann es kommen, befinden sich die Beine des Kindes dort, wo sich der Airbag nach der Auslösung ausbreitet. Durch den „Klappmessereffekt“ kann der Beckengurt in den Bauch rutschen und sogar die Wirbelsäule verletzen.

Kraftfahrer sind also gut beraten, sich vor Fahrtantritt genau über mögliche Einschränkungen zu informieren und den Hinweisen in den Bedienungsanleitungen des Fahrzeugs und der Sicherungssysteme Beachtung zu schenken.(ar/br)

 

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