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Auto fit für den Winter machenAuch wenn es noch Herbst ist, wird es Zeit für Autofahrer, ihr Gefährt auf den Winter vorzubereiten. Zunächst sollte man von Sommerreifen auf Winterreifen wechseln, aber auch auf die Batterie, sowie das Motoröl, die Scheibenwischeranlage und die Türschlösser sollte man acht geben, um den Wagen leistungsfähig für den Winter zu machen.

Für das Fahren mit Winterbereifung gibt es eine Faustformel „von Oktober bis Ostern“. Nach Empfehlung von Spezialisten sollte die Winterbereifung aber noch wenigstens über drei Millimeter Profiltiefe verfügen, auch wenn von dem Gesetzgeber nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben sind. In Österreich wird im Winter beispielsweise sogar vier Millimeter gefordert.

Die Batterie wird vor allem bei Minusgraden belastet. Sie gehört nach wie vor zu den häufigsten Pannenursachen, nicht zuletzt weil durch die zunehmende Elektronik im Fahrzeug immer mehr Energie gefordert wird. Es ist zu empfehlen, die Pole der Batterie zum Winter mit einem weichen Tuch zu reinigen und mit säure freiem Fett zu schmieren. Durch trockene und saubere Kontakte ist es möglich, die langsame Entladung des Energiespeichers zu verhindern. Nach dem Rat der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) darf der Motorraum rund um die Batterie ebenfalls weder feucht noch verschmutzt sein. Damit kann man Kriechströme und die Gefahr eines Kurzschlusses vermeiden.

Bei nicht wartungsfreien Stromlieferanten ist es zu empfehlen, den Säurestand von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Spezialisten empfehlen in der Regel nach vier bis fünf Jahren Betriebsdauer den Austausch der Batterie. Wer selbst den Wechsel vornehmen will, muss darauf achten, dass durch die Unterbrechung der Stromversorgung verschiedene elektronischen Bauteile neu codiert werden sollen.

Sollte trotz aller Vorsichtsmaßregeln das Auto doch einmal infolge zu schwacher Batterie liegen bleiben, ist bei der Starthilfe die passende Reihenfolge zu beachten:
Bei ausgestellten Motoren an beiden Fahrzeugen schließt man zunächst den roten Pluspol an den entladenen Stromspeicher und dann an die Spenderbatterie an. Anschließend wird das schwarze Kabel an den Minuspol des Spenderfahrzeuges angeklemmt und das andere Ende an eine blanke Karosseriestelle des Wagens mit der entladenen Batterie. Nachher wird zuerst der Spenderwagen gestartet, dann das liegen gebliebene Auto. Die Kabel werden, wenn der Motor wieder läuft, in umgekehrter Reihenfolge entfernt.

Nach einem alten aber auf keinen Fall falschen Tipp ist es sinnvoll , die Scheinwerfer bei strenger Kälte vor dem Starten erst ein paar Minuten einzuschalten. Dies kann wirklich helfen (dies bestätigt auch der TÜV), denn damit wird von der Batterie durch die kleine Aufwärmphase einen höheren Startstrom geliefert. Der Trick funktioniert aber nur bei gesunder Batterie.


Auch die Motorenöle werden in der kalten Jahreszeit ebenso erhöht belastet. Neben der regelmäßigen Ölkontrolle ist es ratsam, ab und an mal einen Ölwechsel zu machen. Moderne Leichtlauföle verfügen über höhere Viskosität und sichern einen ständigen Schmierfilm schon auf kurzen Strecken. Die geringere Anforderung der Ölpumpe beim Start schont darüber hinaus die Batterie.

Beim Kühlwasser ist zu beachten, das sich ausreichend Frostschutzmittel darin befindet, dies gilt auch für die Scheibenwischeranlage.

Bei etwas älteren Autos kann es nicht schädlich sein, die Türdichtungen mit Gummipflegemitteln flexibel zu halten. Graphit zum Schutz vor vereisten Schlössern ist hingegen nicht mehr aktuell, sagt der TÜV, denn die Schließzylinder werden seit rund 30 Jahren aus anderen Materialien hergestellt. Für die Schließzylinder sind spezielle Sprays, die meist Teflon enthalten.

Die Kontrolle der Funktionstüchtigkeit der Beleuchtung ist auch nicht zu vernachlässigen, denn im Winter gilt der Satz „Sehen und gesehen werden“ im Straßenverkehr vor allem.

Matthias Krüttgen - Fotolia.com

 


 
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