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Gehört das Reserverad der Vergangenheit an?  E-Mail

Altes ReserveradFür viele Autofahrer wohl noch nicht. Um jedoch eine genaue Antwort zu erhalten, muss man das Ergebnis ausführlicher erläutern.
 
Ein Reserverad haben heutzutage nicht mehr alle Fahrzeuge. Es gibt nämlich so genannte „Runflat“ - Reifen, welche verstärkte Seitenwände haben, um selbst ohne Luft noch eine gewisse Strecke fahren zu können. Diese aber nur, um den Weg bis zur ersten Werkstatt zu sichern, also etwas mehr als 150 Kilometer bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h sind in der Regel gesichert. Runflat - Reifen sind allerdings die neuste Alternative. Einige Hersteller liefern diese Räder bei einem bestellten Neufahrzeug mit. Andere Fahrzeughersteller sind zum Teil auf die Reserveräder mit reduzierten Maßen umgestiegen, den so genannten Not-Rädern. Einerseits weil sie billiger sind und andererseits weil sie nicht so viel Platz brauchen und zudem auch noch leichter sind als ein herkömmliches Reserverad.

 
Doch wieso überhaupt eine Alternative suchen? Dafür gibt es einige Gründe. Der beste ist wohl der, dass Autofahrer ihr klassisches Reserverad gerne vernachlässigen. Wer überprüft schon regelmäßig den Luftdruck im Reserverad? Desweitern wissen wohl wenige wie alt der Reifen auf dem Reserverad ist und ob er überhaupt noch gut ist. Stimmen dann auch noch die Zollmaße, wenn man sich gerade eine neue Bereifungen angelegt hat? Viele Fragen die man sich im Notfall am liebsten eine Woche früher gestellt hätte. Dumm ist nämlich, dass man nur in dem Moment an das Reserverad denkt, wenn man tatsächlich darauf angewiesen ist. Und dann ist es meist zu spät.
 
Eine weitere Alternative ist noch ein Reifenreparatur-Set.
Dieses besteht aus einem kleinen Kompressor, den man in den Zigarettenzünder steckt und einer flüssigen Gummimischung. Dieses Dichtmittel wird dann über das Ventil in den defekten Reifen eingefüllt, wobei der Kompressor diese Flüssigkeit im Reifen pumpt, diesen abdichtet und gleichzeitig aufpumpt. Praktisch ist es aber nur bei kleinen Schäden. Wenn nämlich mal der Reifen verrutscht oder ähnliches geschieht, dann muss ein Reserverad oder der ADAC her. Darüber hinaus ist es noch erwähnenswert, das man nach so einer Einfüllungsprozedur das Problem nicht endgültig behoben hat. Das ist nur eine Notlösung. Man sollte das "notgeflickte" Rad anschließend dringend überprüfen lassen, da man schließlich auf eines der Teile eingegriffen hat, welche die Sicherheit des Autos gewährleistet. Dennoch bietet dieses Pannenset auch einen großen Vorteil, es wiegt nur ca. 2 Kg. Wenn man das mit dem Gewicht eines Ersatzreifens vergleicht, welcher um die 20 Kg hat, dann bleibt einerseits mehr Platz im Kofferraum frei und andererseits spart man sogar Sprit. TÜV Süd hat hierfür eine Zahl von 0,2 Liter pro 100 Km angegeben.
 
Eine letzte Alternative gibt es aber noch. Sie können auf alle diese Mittel verzichten und eine Pannenversicherung abschließen. Der Platz, den ein Reserverad besetzten würde, kann entweder gespart oder für eine Autogasanlage verwendet werden.
 
Wieso ist dieses aber ein so wichtiges Problem?
Die Zahlen zeigen es, allein 2007 wurde der ADAC zu 136.000 Reifenpannen gerufen. Wie viele das Problem mit einem Reserverad oder mit anderen Mitteln gelöst haben ist wohl nicht nachzuvollziehen. Wichtig ist aber, dass viele Pannen verhindert werden können. Der ADAC sagte hierzu, dass ein Teil der Pannen auf einen zu niedrigen Luftdruck zurückzuführen waren. Somit soll es ratsam sein, alle zwei Wochen den Luftdruck in den Rädern zu überprüfen. Unabhängig davon, ob man ein Reserverad oder ein modernes Reparaturset im Auto mit dabei hat.

foto by Martina Berg - Fotolia.com


 

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