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Nachdem der Gebrauchtwagen von außen angesehen wurde und man sich einen ersten Eindruck des Interieurs verschafft hat, geht es los zu Probefahrt. Vor dem Losfahren ist es zu empfehlen, sich von der Funktion der Beleuchtungsanlage zu überzeugen. Deshalb ist es ratsam, einen Bekannten dabei zu haben, der den Check übernimmt, während die Schalter betätigt werden. Abblendlicht, Blinker, Bremsleuchten, Rückfahrlicht, und falls vorhanden Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte sollten kontrolliert werden. Auch ein kurzer Druck auf die Hupe ist nicht verkehrt.
Wichtig zu beachten: Die Einstellung der Spiegel vor dem Losfahren. Bei der Gelegenheit sollte man auch Zustand und Verstellbarkeit der Spiegel überprüfen.
Danach sollte man den Motor starten und ein paar Sekunden warten. Wie läuft der Motor im kalten Zustand? Wie nimmt der Motor Gas an? Sobald der Motor läuft, sollte man bei einem Wagen mit Schaltgetriebe als erstes die Kupplung kontrollieren. Das Kupplungspedal sollte leichtgängig sein und darf nicht haken. Beim Durchtreten der Kupplung sollte die Geräuschkulisse des Motors keine starke Veränderung zeigen.
Nachdem der erste Gang eingelegt wurde, dürfen keine Schaltgeräusche hörbar sein. Danach sollte man die Kupplung langsam kommen lassen. Diese sollte nach etwa zwei Dritteln des Pedalweges anziehen. Falls die Kupplung erst am Ende des Pedalweges kommt, ist es möglich, dass sie verschlissen ist. Für die Prüfung des Verschleisses sollte man die Handbremse anziehen, den zweiten Gang einlegen und die Kupplung kommen lassen. Die Motordrehzahl sollte sich dabei reduzieren. Andernfalls rutscht die Kupplung und wird in naher Zukunft defekt sein. Hierbei kann man darüber hinaus die Wirkung der Handbremse testen.
Um Motor- und Getriebegeräusche besser prüfen zu können, sollte man zuerst langsam und mit offenem Fenster fahren. Man sollte auch darauf achten, dass die Gänge sich ohne Hakeln und geräuschlos einlegen lassen. Des Weiteren ist es sinnvoll, alle Gänge zu testen. Dabei sollte man in jedem Gang einmal ruckartig Gas geben. Der Gang darf dann nicht rausspringen.
Es ist ratsam, daran zu denken, dass man in einem fremden Fahrzeug sitzt und sich mit ihm vertraut macht. Bei der Probefahrt sollte man möglichst Stadtfahrten und eine Überlandstrecke mit einschließen. Nach Möglichkeit kann man auch eine etwas unruhigere Piste suchen, etwa ein Kopfsteinpflaster. Wenn man viel auf Autobahnen unterwegs ist, sollte man mit dem Auto auch einmal auf die Autobahn fahren.
Bei der Fahrt ist es empfehlenswert, auch auf Geräusche und Vibrationen zu achten. Wenn etwas ungewöhnlich klingt, sollte man darüber den Verkäufer informieren.
Auf einer freien Fläche oder in einem Parkplatz ist es möglich, die Bremsen auszuprobieren und sie zu kontrollieren, ob sie einseitig ziehen oder es schleifende Geräusche beim Bremsen gibt.
Man sollte den Wagen auch einmal einparken und darauf achten, wie leichtgängig die Lenkung ist und ob die Übersichtlichkeit des Wagens gut ist.
Ebenso sollte man auf einer freien Fläche bei langsamer Fahrt das Lenkrad einmal nur locker halten und sehen, ob das Auto nach links oder rechts zieht.
Gordon Bussiek - Fotolia.com
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