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Unfall und Recht im AuslandUnfall im Ausland - Recht im Ausland

Ein Verkehrsunfall im Urlaub ist für alle Beteiligten sehr ärgerlich. Jedoch passiert genau dies rund 150.000 deutschen Urlaubern jedes Jahr. Zwar bleibt es glücklicherweise meist bei Blechschäden, doch stellt sich dann die Frage, wie die Regulierung läuft.

Europäische Unfallbericht
Dem deutschen Autofahrer wird dringend geraten, den Unfallhergang so präzise wie möglich aufzuzeichnen, idealerweise mit Fotos festzuhalten und eventuell mögliche Zeugen zu finden. Hilfreich ist hierbei auch der Europäische Unfallbericht, da er die Protokollierung des Unfalls in mehreren Sprachen gewährleistet. Diesen erhalten Autofahrer kostenlos bei ihrer Kfz-Versicherung.

Schadenregulierungsbeauftragter
Aufgrund einer EU-Richtlinie sind seit 2003 alle Versicherer in Europa verpflichtet in jedem EU-Mitgliedsland einen Schadenregulierungsbeauftragten zu nennen.
Hat man zum Beispiel einen Verkehrsunfall in Italien, wendet man sich nach der Heimkehr an den Zentralruf der Autoversicherer unter der Telefonnummer 0180/25026. Hier bekommt man Auskunft, wer als Schadenregulierungsbeauftragter für Italien zuständig ist. Nach Schadenmeldung hat die ausländische Versicherung eine dreimonatige Frist, sich bei dem Betroffenen zu melden und die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Verkehrsopferhilfe
Sollte von der ausländischen Versicherung keine Rückmeldung, bzw. eine nicht angemessene Reaktion kommen, kann sich der Geschädigte an die deutsche Entschädigungsstelle „Verkehrsopferhilfe“ wenden.

Es gilt bei einem Unfall das Schadensrecht des jeweiligen Landes
Allerdings ist zu beachten, dass bei einem Unfall im Ausland das Schadensrecht des jeweiligen Landes gilt. Einzige Ausnahme: Sind bei einem Unfall auf ausländischen Straßen beide Beteiligten deutsch, regelt deutsches Recht.

Vollkasko-Versicherung
Wichtig ist auch, vor Reiseantritt zu prüfen, ob das Urlaubsland in die Police der Vollkasko-Versicherung eingeschlossen ist. Denn ist der Tourist Unfallverursacher, zahlt dessen Haftpflicht. Den eigenen Schaden jedoch trägt die Vollkasko nur, wenn das Land, in dem der Unfall passierte, in die Police eingeschlossen ist.

Die Schadensansprüche im Ausland erfolgen nicht so großzügig wie in Deutschland
Dennoch ist ein geschädigter deutscher Autofahrer im Ausland oft im Nachteil, da viele Länder die Leistungen, wie wir sie in Deutschland gewohnt sind, nicht haben. So gibt es zum Beispiel in Großbritannien, Italien, Kroatien, Polen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn keine Wertminderung. Auch die Kosten für einen Mietwagen werden in diesen Ländern nicht erstattet, außer es wird ein Fahrzeug nachweislich beruflich benötigt wird.
Ebenso gibt es die in Deutschland so lieb gewonnene 130%-Regelung im Ausland nicht. So kann es passieren dass nach der Reparatur des Fahrzeuges mit wirtschaftlichem Totalschaden, die Erstattung nicht in voller Höhe erfolgt.

Auslandschadenschutz
Als Option bieten große Autoversicherungen eine Zusatzversicherung für Fahrzeuge an. Diese nennt sich „Auslandsschadenschutz“. Im Falle eines Unfalls auf ausländischen Straßen wird der Versicherte nach deutschem Recht entschädigt. (sh)

 

Weiterführende Artikel zum Thema Unfall:

Unfall Im Ausland: Zentralruf - die Unfallhilfe im Ausland!
Unfall im Ausland: europäisches Unfallprotokoll
Die "Grüne Karte" der Versicherung
Tipps & Hilfestellung bei einem Unfall
Notrufnummern in Europa

Weitere Seiten zum Thema Unfall finden sich in unserem Kfz-Verzeichnis:
Kfz-links - Unfall


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Neue Beiträge

Was ändert sich 2018 für den Autofahrer

 

Änderungen 2018 - Wissenswertes für alle Autofahrer

Wie jedes Jahr treten auch im kommenden Jahr, also zum 1. Januar 2018, viele Änderungen in Kraft. Dieses mal hat es die Autofahrer besonders erwischt. Nachfolgend haben wir eine Übersicht erstellt, damit Sie auf dem neuesten Stand sind, was die Änderungen für Autofahrer angeht.

Winter- und Ganzjahresreifen

Bisher galt die Regelung, dass im Winter spezielle Winterreifen mit dem "Alpine" Symbol oder aber Ganzjahresreifen mit dem "M+S" Symbol genutzt werden dürfen. Ab 1. Januar 2018 tritt jedoch folgende verschaffte Regelung in Kraft: Ab diesem Zeitpunkt dürften in den Wintermonaten nur noch Winter- sowie Ganzjahresreifen mit dem sogenannten "Alpine" Symbol benutzt werden. Diese Regelung gilt jedoch vorerst nur für Neureifen. Demnach dürfen Reifen mit dem "M+S" Symbol, die bis zum Stichtag 31. Dezember 2017 hergestellt worden sind, bis zum 30. September 2024 benutzt werden.


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EU-Neuwagen – Wie Sie bei der Konfiguration und Bestellung der Fahrzeuge vorgehen sollten

EU-Autos erfreuen sich im Moment einer riesigen Beliebtheit, weil die Reimporte aus dem EU-Ausland oft deutlich preiswerter sind als deutsche Neuwagen. Wenn Sie beim Kauf von Importfahrzeugen ein paar Dinge beachten, können Sie tatsächlich viel Geld sparen. Wir verraten Ihnen, wie Sie bei der Konfiguration und Bestellung eines EU-Neuwagens vorgehen sollten.

Warum sind EU-Neuwagen günstiger?

Alle Autohersteller bauen ihre Fahrzeuge für sämtliche Märkte. Hierbei gibt es zwischen Audi, Skoda, VW, Opel, Nissan, BMW, Ford und Kia kaum Unterschiede. Über das EU-Ausland gekaufte Reimporte sind in der Regel preiswerter, weil laut EU-Recht die Steuern immer dort gezahlt werden müssen, wo das Fahrzeug zugelassen und auch gefahren wird. In Deutschland kommen zum Netto-Verkaufspreis immer noch einmal 19 Prozent Mehrwertsteuer hinzu. Wenn Sie einen EU-Neuwagen aus Dänemark kaufen, sparen Sie Geld, weil der Verkaufspreis dort von vornherein niedriger ist, da für gewöhnlich noch eine Mehrwertsteuer von 25 Prozent sowie eine Zulassungssteuer hinzukommen würden. Bei einem Reimport nach Deutschland werden aber nur 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig, sodass sich eine Ersparnis ergibt. Nichtsdestotrotz ist es empfehlenswert, vor dem Kauf immer zu überprüfen, ob Sie am Ende wirklich sparen, denn das gilt natürlich nicht pauschal.


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Ist die Diesel Debatte festgefahren?

 

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